Autos gegen Öl? Die seltsamsten Tauschgeschäfte aller Zeiten
Skurrile Deals der vergangenen Jahrzehnte
Pepsi gegen Tomatenmark, Reis gegen Flugzeuge und Makrelen gegen Papageientaucher sind nur einige der seltsamsten Beispiele für modernen Tauschhandel, eine Praktik, von der viele denken, sie existiere seit Jahrhunderten nicht mehr. Die Realität sieht allerdings anders aus: Kompensationsgeschäfte sind aus den unterschiedlichsten Gründen noch immer weit verbreitet, sei es, um Handels- und Währungsembargos zu umgehen oder um Waren und Dienstleistungen zu bezahlen, wenn man knapp bei Kasse ist. Hier sind die merkwürdigsten Deals aller Zeiten ...
Adaptiert von Sandra Schröpfer
Dosenschinken gegen Flugzeuge
Kakaobohnen gegen Öl
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ABBA-Platten gegen Öl
Designerwissen gegen Seide und Kaschmir
Computer gegen Kunstreproduktionsrechte
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Lammfleisch gegen Öl
Das neuseeländische Handels- und Industrieministerium ging 1982 einen Tauschhandel ein, als es einen Vertrag über Lammfleisch im Wert von 150 Millionen Dollar mit dem Iran abschloss, das mit Öl bezahlt wurde. Heutzutage hätte der Deal einen Wert von rund 360 Millionen Euro.
Milchprodukte gegen Bauxit
Ladas gegen Bauxit
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Pepsi gegen Stolichnaya-Wodka
1974 wurde Pepsi als erste westliche Marke in der Sowjetunion produziert und zwar aufgrund eines bahnbrechenden Tauschgeschäfts: Das Cola-Konzentrat gab es gegen eine Ladung Stolichnaya-Wodka. Die russische Währung Rubel unterlag damals einem Embargo, was Unternehmen kreativ werden ließ. In den USA war der Konzern PepsiCo wiederum der einzige Stoli-Wodka-Vermarkter, bis der Vertrag 2009 an William Grant & Sons überging.
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Pepsi gegen Tomatenmark
Lammfleisch gegen Industriewaren
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Tabak gegen PCs
800 Makrelen gegen zwölf Papageientaucher
Tabak gegen Mähdrescher
Im selben Jahr schloss Simbabwe auch ein Tauschgeschäft mit der DDR ab. Ostdeutschland lieferte Mähdrescher nach Afrika und erhielt dafür große Mengen Tabakblätter.
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Asbest gegen Dreiräder
Alteisen gegen Züge
Pepsi gegen Kriegsschiffe und Tanker
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Gefrorener Fisch gegen Tiefkühltruhen
Weihrauch gegen Tee
1991 willigte der Sudan ein, China mit Weihrauch zu beliefern, einer der drei Gaben der Heiligen Drei Könige zur Geburt Jesu. Im Gegenzug bekam das afrikanische Land dafür zahlreiche andere Waren aus der Volksrepublik, darunter Tee.
Palmöl gegen Kampfjets
Die malaysische Regierung fand 1994 einen neuen Weg, um 18 russische MiG-29-Kampfflugzeuge zu bezahlen. Das finanziell angeschlagene südostasiatische Land schloss mit Russland einen Handelsdeal im Wert von 550 Millionen US-Dollar (das entspricht heute umgerechnet rund 860 Mio. Euro) ab und beglich fast 20 Prozent der Rechnung mit raffiniertem Palmöl.
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Insektenfallen gegen Apache-Hubschrauber
1995 erklärte sich der US-amerikanische Flugzeughersteller McDonnell Douglas bereit, für die Vereinigten Arabischen Emirate ein ausgeklügeltes System von Insektenfallen zu installieren. Hintergrund war ein 250-Millionen-Dollar-Vertrag – heute wären das rund 385 Millionen Euro – über Apache-Hubschrauber. Zu der Zeit hatte der Golfstaat mit einer Fliegenplage zu kämpfen, die den Gemüseanbau befallen hatte.
Klebreis gegen Frachtflugzeuge
Erdgas gegen freien Durchgang
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Öl gegen Ärzte
1999 unterzeichnete Venezuelas Präsident Hugo Chávez einen Vertrag mit dem Führer des kommunistischen Kuba, Fidel Castro, in dem es um 100.000 Barrel Rohöl pro Tag für den Inselstaat in der Karibik ging. Im Gegenzug wurden 20.000 kubanische Ärzte und weitere Fachleute nach Südamerika geschickt.
Hühnerfleisch gegen Kampfjets
Kupfer und Kobalt gegen Eisenbahnen und Krankenhäuser
2008 tat sich die Demokratische Republik Kongo (ehemals Zaire) mit der China Railway Engineering Corporation zusammen, um ein Mega-Kompensationsgeschäft im Wert von neun Milliarden US-Dollar abzuschließen, was einem heutigen Wert von rund 10 Milliarden Euro entspricht. Der afrikanische Staat lieferte enorme Mengen an Kobalt und Kupfer nach China, das wiederum den Bau von unter anderem Eisenbahnschienen, Straßen und Krankenhäusern übernahm.
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Palmöl und Kaffee gegen Kampfflugzeuge
Öl gegen Zucker und Volkswagen-Bausätze
Nigeria, ein weiteres Land, das viel Tauschhandel betrieb, verschiffte 1985 Öl im Wert von 500 Millionen US-Dollar nach Brasilien, was einem heutigen Wert von umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro entspricht. Im Gegenzug schickte das südamerikanische Land über 250.000 Tonnen Zucker und 500.000 Volkswagen-Bausätze nach Afrika.
Öl gegen Basmatireis
Der Iran, in seinem Handel stark durch die US-Sanktionen eingeschränkt, belebte vor Kurzem ein Abkommen mit Indien wieder, in dem es um den Austausch von Öl gegen Basmatireis ging. Der Iran ist tatsächlich der größte Exportmarkt für den Duftreis.
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