Diese Villen gehörten Milliardären – dann verfielen sie zu Ruinen
Verlassene Luxushäuser in Bildern
Selbst die prachtvollsten und teuersten Villen der Welt sind nicht vor dem Verfall geschützt. Die folgenden Anwesen waren einst ein Vermögen wert, doch von ihrer einstigen Pracht ist heute nicht mehr viel übrig.
Vom aufgegebenen Ferienhaus eines saudischen Königs bis zur einstigen Milliardärsstraße von London, auf der sich heute eine Ruine an die andere reiht: Sehen Sie hier verlassene Anwesen aus aller Welt, in denen früher Megareiche lebten.
Adaptiert von Sandra Schröpfer und Jasmin Moore
Straße der Milliardäre, London, Großbritannien
Die Bishops Avenue im Norden Londons zählt mittlerweile zu den teuersten Wohnvierteln der britischen Hauptstadt. Ein Drittel der Villen steht jedoch leer, der Zahn der Zeit nagt sichtlich an ihnen.
Die Häuser sind größtenteils im Besitz ausländischer Investoren, die diese schon vor vielen Jahren verlassen haben. Rund 20 von ihnen sind inzwischen komplett verfallen.
Straße der Milliardäre, London, Großbritannien
Viele der Villen wurden Ende der 1970er-Jahre gebaut und befinden sich heute in traurigem Zustand. Dieser leere Eingang, der von Hobby-Fotograf „Beyond the Point“ für die Nachwelt festgehalten wurde, fällt fast auseinander, die Decke ist bereits eingebrochen. Trotzdem lassen sich noch Elemente der verblassten Pracht erkennen, wie etwa das goldene Geländer und die Buntglasfenster des höhlenartigen Eingangs.
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Straße der Milliardäre, London, Großbritannien
So unglaublich es auch erscheinen mag, einige der Häuser stehen tatsächlich seit mehr als 25 Jahren leer. Dieser Wintergarten etwa wirkt, als hätten die Besitzer ihn gerade erst verlassen. Auf dem Rattantisch befindet sich noch ein Aschenbecher, daneben stapeln sich die verblassten Zeitschriften.
Straße der Milliardäre, London, Großbritannien
Im Inneren scheint die Einrichtung unverändert. Hinter verschlossenen Türen scheint die Zeit in diesem Wintergarten stehen geblieben zu sein, sein Inhalt erinnert an eine vergangene Epoche.
Das einst so beliebte Wohnviertel Londons ist heute von Ruinen und halb verfallenen Gebäuden durchzogen.
Straße der Milliardäre, London, Großbritannien
Gibt es etwas Gruseligeres als ein leeres Schwimmbad? Dieser einst luxuriöse Pool wurde mit hängenden Drähten und Schmutz am Boden zurückgelassen. Der Spiegel und das riesige Oberlicht lassen erahnen, wie er in besseren Zeiten ausgesehen haben muss. Ein trauriges Sinnbild für die verlassene Milliardärsstraße.
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Ferienhaus von König Fahd, Marbella, Spanien
Dieser extravagante Palast, der vom Fotografen, YouTuber und Urban-Explorer Steve Ronin in Bildern festgehalten wurde, war einst das Ferienhaus des 2005 verstorbenen saudischen Königs Fahd. Der König, der zum Zeitpunkt seines Todes über ein Vermögen von 20 Milliarden Dollar (inflationsbereinigt rund 31,4 Millarden Euro) verfügt haben soll, ließ sich sein palastartiges Feriendomizil an der berühmten Goldenen Meile von Marbella errichten.
Heute steht die früher so prächtige Villa jedoch leer, ihre Räume wurden dem Verfall überlassen.
Ferienhaus von König Fahd, Marbella, Spanien
Ferienhaus von König Fahd, Marbella, Spanien
Das Ferienhaus, eines von vielen im Besitz des saudischen Königshauses, wurde im Stil des Weißen Hauses mit hoch aufragenden Säulen gebaut. Heute ist es jedoch kaum wiederzuerkennen: Die Räume stehen leer und wirken kahl, nur die Ornamente an der Decke erinnern noch an die Pracht von damals.
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Ferienhaus von König Fahd, Marbella, Spanien
Am oberen Ende der geschwungenen Treppe öffnet sich ein Bereich mit mehreren großen Fenstern, die nach draußen auf den Balkon führen. Was einst ein Ort war, um die Aussicht über Marbella zu genießen, ist heute verwittert.
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Ferienhaus von König Fahd, Marbella, Spanien
Steve Jobs Abrissvilla in Kalifornien, USA
Das sogenannte Jackling House wurde 1925 von dem Stararchitekten George Washington Smith erbaut und 2007 von Fotograf Jonathan Haeber festgehalten. 1984 erwarb Apple-Mitbegründer Steve Jobs das Haus im spanischen Revival-Stil, in dem er bis 1994 wohnte. Danach stand es leer.
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Steve Jobs Abrissvilla in Kalifornien, USA
Jobs hasste das Haus allerdings so sehr, dass er die letzten Jahre seines Lebens damit verbrachte, dessen Abriss zu beantragen. Sein Plan war es, ein kleineres Haus für seine Familie zu bauen. Der Geschäftsmann gewann schließlich und so verschwand das Jackling House 2011, nur acht Monate bevor Jobs an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb.
Steve Jobs Abrissvilla in Kalifornien, USA
Während Jobs um die Abrissgenehmigung kämpfte, verfiel das Haus zusehends. Da sich niemand darum kümmerte, forderte die Natur das Gemäuer zurück.
Obwohl die Farbe und der Putz bereits bröckelten, als diese Aufnahme gemacht wurde, ist die einstige Pracht der Villa mit 35 Zimmern unverkennbar. Auf einer Fläche von rund 1.400 Quadratmetern hatte sogar eine riesige Pfeifenorgel Platz, die vor dem Abriss aus dem Haus geschafft wurde.
Steve Jobs Abrissvilla in Kalifornien, USA
Das Jackling House stand in der kalifornischen Stadt Woodside, die für den Wohlstand seiner Bewohner bekannt ist, und umfasste mehrere Terrassen, ein Spielzimmer, Marmorbäder und eine beeindruckende Treppe mit Kronleuchter. Das Haus war sogar untertunnelt, um schneller von einer Seite zur anderen zu kommen.
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Steve Jobs Abrissvilla in Kalifornien, USA
Kurz vor dem Abriss war das Anwesen mit Weinreben überwuchert, die Decken waren verschimmelt und die Einrichtung teilweise bereits verrottet. Die Stadt rettete eine Reihe von alten Gegenständen aus dem Haus, bevor es von der Abrissbirne getroffen wurde, darunter besondere Türgriffe, einen Kronleuchter und eine Toilette.
Die verlassene Villa von Genshiro Kawamoto, Japan
Dieses Herrenhaus in Japan gehörte einst dem milliardenschweren Geschäftsmann Genshiro Kawamoto. Urban Explorer Dan von „Exploring with Fighters“ hat es wiederentdeckt. Von der Straße sieht das Anwesen wenig beeindruckend aus, doch sehen Sie selbst, was sich im Inneren verbirgt!
Kawamoto verbrachte sein ganzes Leben damit, Luxusimmobilien in Japan und Hawaii zu kaufen, nur um sie dann leer stehen zu lassen. Als er 2013 wegen Steuerhinterziehung festgenommen wurde, war seine Mega-Villa – samt der Einrichtung – dem Verfall geweiht.
Die verlassene Villa von Genshiro Kawamoto, Japan
Stadtentdecker Steve Ronin stellte fest, dass das Haus einst Kawamotos Kunstsammlung beherbergt hatte. Tatsächlich verteilte der Immobilienmogul viele seiner Marmor- und Bronzestatuen in der ganzen Villa, mehr als hundert davon im Keller. Die Treppe nach oben war einst mit rotem Plüschteppich gepolstert. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme war sie jedoch mit Müll und Schmutz bedeckt. Möglicherweise stammen diese Überreste noch von Kawamotos überstürzter Flucht.
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Die verlassene Villa von Genshiro Kawamoto, Japan
Der Speisesaal, den Ronin auf diesem Bild festgehalten hat, sieht hingegen ganz und gar nicht verlassen aus. Mit seinen glänzenden Marmorfliesen, den Statuen und goldenen Kronleuchtern wirkt er vielmehr wie der perfekte Ort für eine Dinnerparty.
Die verlassene Villa von Genshiro Kawamoto, Japan
Das Herrenhaus liegt am Rand einer Klippe mit Panoramablick auf das Meer. Der Wohnraum ist ziemlich heruntergekommen, besteht nur noch aus einem kaputten Sofa und einem Couchtisch, die zwischen großen Marmor- und Bronzestatuen stehen.
Die verlassene Villa von Genshiro Kawamoto, Japan
Das Schlafzimmer ist der wohl opulenteste Raum der Villa. Auf einer roten Plattform liegt eine alte Matratze, darunter ein Tigerfell-Teppich. Der Kronleuchter ist zu Boden gestürzt, daneben wurden ein paar Schuhe zurückgelassen. Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass eine solche Immobilie leer steht.
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Lynnewood Hall, USA
Diese spektakuläre Villa im neoklassizistischen Stil gilt als eines der größten erhaltenen Herrenhäuser des Gilded Age, der wirtschaftlichen Blütezeit der USA. Sie wurde zwischen 1897 und 1900 von Geschäftsmann Peter Arrell Browne Widener gebaut, der heute zu den 100 reichsten Amerikanern der Geschichte zählt.
Der Bau der Villa soll bereits damals acht Millionen Dollar gekostet haben, was nach heutigem Geldwert umgerechnet rund 287 Millionen Euro entspricht. Lynnewood Hall verfügt über 110 Räume, davon 55 Schlaf- und 20 Badezimmer, sowie eine Kunstgalerie und einen Ballsaal für 1.000 Gäste.
Lynnewood Hall, USA
Zu Glanzzeiten arbeiteten in Lynnewood Hall 37 Angestellte in Vollzeit, 60 weitere waren mit der Pflege des Gartens beschäftigt. Die eindrucksvolle Eingangshalle wurde vom Fotografen Leland Kent für Abandoned Southeast festgehalten.
Als Peter Widener 1915 starb, ging das Haus an seinen jüngsten Sohn Joseph, der letzte Überlebende der Familie. Sein Bruder George war beim Untergang der „Titanic“ ums Leben gekommen.
Lynnewood Hall, USA
Dieses Bild zeigt die alte Kunstgalerie mit den noch intakten Oberlichtern. Joseph steckte den Großteil seines Erbes (rund 60 Millionen Dollar) in das Anwesen und insbesondere die Kunstsammlung. Sie gilt als wichtigste private Kollektion europäischer Meisterwerke aus dem Gilden Age. Gemälde von Raphael, El Greco, Rembrandt, Donatello und Van Dyck zierten einst die inzwischen baufälligen Wände.
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Lynnewood Hall, USA
In diesem opulenten Ballsaal tanzte einst die High Society Philadelphias. Die Blattgoldleisten und die Deckenmalerei in der Mitte lassen erahnen, wie prunkvoll der Raum einst ausgesehen haben muss. Als Joseph Widener 1943 starb, wollte keines seiner Kinder die Verantwortung für das Anwesen übernehmen und so verfiel es zusehends.
1952 wurde die Villa von einem Glaubensseminar gekauft. Dieses verkaufte den Großteil der wertvollen Einrichtung, darunter aufwendig gearbeitete Kaminsimse, Walnussvertäfelungen und seltene Gartenornamente, sowie 142 Hektar des Grundstücks. Das Anwesen umfasst heute nur noch 13 Hektar.
Lynnewood Hall, USA
Das mittlerweile marode Schwimmbad war einst von Squashplätzen und Umkleidekabinen umgeben, das Wasser wurde aus einem Reservoir auf Lynnewood Hall gefüllt. 2003 kam das Anwesen auf die Liste gefährdeter historischer Anwesen in der Region. Unterstützer von Lynnewood Hall starteten eine Kampagne, um das Haus für die Nachwelt zu erhalten.
Seit Sommer 2023 gehört Lynnewood Hall den Denkmalschützern und inzwischen wurde mit der Restaurierung des Gebäudes begonnen, um es wieder in seinem alten Glanz erstrahlen zu lassen.
Die Mellon-Villa, USA
Dieses Haus im Stick Style, der Ende des 19. Jahrhunderts in den USA äußerst beliebt war, war einst der Sommersitz von Bankmogul James Ross Mellon in Florida. Es steht seit Jahren leer und ist Wind, Wetter und Verfall ausgesetzt. Und das, obwohl sich in den Räumen kostbare Antiquitäten befinden.
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Die Mellon-Villa, USA
Ende der 1930er-Jahre verkaufte die Familie Mellon ihr einstiges Winterrefugium. Seither ist das Anwesen, das Urban Explorer Leland Kent im Jahr 2019 für Abandoned Southeast fotografierte, durch mehrere Hände gegangen.
Auf diesem Bild sieht man den bröckelnden Putz in der Eingangshalle, die Wände deuten auf einen Wasserschaden hin. In ihrer Blütezeit muss die Villa ein pulsierender Treffpunkt gewesen sein.
Die Mellon-Villa, USA
Auch das einst herrschaftliche Wohnzimmer verfällt immer mehr. Von den Wänden blättert der Putz, auf dem Boden sind Trümmer und Matratzen verstreut. Letztere lassen darauf schließen, dass sich in der einstigen Luxusvilla Hausbesetzer aufgehalten haben.
Dieser Raum war einst ein Ort der Geselligkeit. Die Mellons hießen hier etwa den ehemaligen Baseball-Star Billy Sunday willkommen, der später Evangelist wurde.
Die Mellon-Villa, USA
Im Obergeschoss lassen die Schlafzimmer noch den Prunk vergangener Tage erahnen. Mehrere Vintage-Radios und ein Miniatur-Kinderklavier umgeben den Holzkamin, der früher fleißig genutzt wurde. Selbst wenn die Tapete inzwischen abblättert und der Boden sichtlich schmutzig ist, hat sich der Raum einen gewissen Charme bewahrt.
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Die Mellon-Villa, USA
Das angrenzende Badezimmer war früher sicher ein Hingucker, inzwischen bräuchte es allerdings eine Totalsanierung. Die Einrichtung ist alt und schmuddelig, die grüne Farbe hat über die Jahre ihre Leuchtkraft verloren. Es fällt schwer, zu glauben, dass dieses einst herrschaftliche Haus so heruntergekommen ist. Wer würde es nicht gerne renovieren?
Vergessener Palazzo, Italien
Dieses von Stadtentdecker Steve Ronin in Szene gesetzte Herrenhaus stammt aus dem 20. Jahrhundert und gehörte einer wohlhabenden italienischen Familie, die mit Landwirtschaft ein Vermögen machte. Als die Eltern starben, erbten die Kinder das riesige Haus, schafften es aber nicht, es in Schuss zu halten. Schließlich zogen sie weg und überließen den Palazzo dem Verfall, große Teile sind inzwischen eingestürzt.
Dieser Salon etwa ist übersät mit Ziegeln, die von der Decke gefallen sind.
Vergessener Palazzo, Italien
Im Erdgeschoss befindet sich ein überraschender Schatz: Es sieht ganz so aus, als ob die Familie, als sie ihr einstiges Zuhause verließ, alles einfach liegen und stehen gelassen hätte, darunter auch diese frühen Porträts an der Wohnzimmerwand.
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Vergessener Palazzo, Italien
Auch die persönlichen Sachen befanden sich nach dem Auszug der Familie noch in dem Gemäuer. Der Küchentisch etwa ist noch mit Tellern und Besteck gedeckt, während sich in den Schränken das Geschirr stapelt. Die Küche sieht aus, als könnte sie jederzeit wieder verwendet werden. Einzig der Staub und Schmutz verraten, dass hier schon lange niemand mehr gekocht oder gegessen hat.
Vergessener Palazzo, Italien
Der erste Stock mit fünf riesigen Schlafzimmern ist dunkel und wirkt schmuddelig. Nur das Hauptschlafzimmer ist fast unberührt geblieben. Das Bett ist mit weißen Laken bezogen und die Kommode vollgepackt mit gerahmten Familienfotos und Schmuckstücken. Gegenüber befindet sich ein leerer Doppelschrank mit Ganzkörperspiegel. Der Blick aus dem Schlafzimmer geht auf den einst gepflegten Rasen.
Vergessener Palazzo, Italien
In einem anderen Schlafzimmer ist sogar eine Spielzeugstadt aufgebaut. Gut möglich, dass das Modell einem der Kinder gehörte, als hier noch stundenlang gespielt wurde. Heute sind die alten Überreste mit Schutt und Staub überzogen.
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Verlassene Havelis, Indien
Die Region Shekhawati im Nordosten des indischen Bundestaates Rajasthan ist bekannt für ihre verlassenen Villen. Das Gebiet, das im 15. Jahrhundert erstmals besiedelt und zu Beginn des 19. Jahrhunderts im großen Stil bevölkert wurde, war einst ein Tummelplatz für Indiens Milliardäre.
Heute jedoch sind viele der ehemals so prunkvollen Wohnhäuser, die Havelis genannt werden, nur noch ein trauriger Schatten ihrer selbst.
Verlassene Havelis, Indien
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Region bei Indiens Oberschicht äußerst beliebt, doch dann zogen die reichen Wirtschaftsmagnaten in Städte wie Mumbai und Kalkutta, um dort weiter an ihren Karrieren zu feilen. Als sich der Handel immer mehr in andere Länder verlagerte, waren Shekhawati und seine vielen Villen endgültig dem Untergang geweiht.
Verlassene Havelis, Indien
Die einstigen Wohnhäuser der Reichen wurden alle in ähnlichem Stil gebaut: Sie haben je zwei Etagen und vier Innenhöfe, wobei zwei davon für Treffen mit Gästen, die anderen zum Kochen und als Tierställe vorgesehen waren. Die Eingänge bestehen aus kunstvoll geschnitztem Holz mit Spiegelarbeiten und detailverliebten Gemälden.
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Verlassene Havelis, Indien
Heutzutage sind die meisten Havelis jedoch verfallen. Die Behörden erlauben den Kauf nur Menschen, die sich verpflichten, die Villen wieder in ihrem früheren Glanz erstrahlen zu lassen.
Verlassene Havelis, Indien
Selbst wenn die Straßen von Shekhawati heute einer Geisterstadt gleichen und viele Villen in baufälligem Zustand sind, haben sie sich einen Hauch von Glamour bewahrt. In diesem Haveli etwa befindet sich noch ein altes Grammophon aus den 1930er-Jahren.
Harley Clarkes verwaiste Villa, USA
Dieses schaurige Herrenhaus im französischen Stil wurde 1927 für den Milliardär Harley Clarke gebaut, der später Chef des Filmstudios Fox Film wurde. Das Haus in Lighthouse Beach in Evanston im US-Bundesstaat Illinois war wahrscheinlich eines der letzten großen, die vor dem Wall Street Crash in der Gegend errichtet wurden.
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Harley Clarkes verwaiste Villa, USA
Für die Ausstattung der Kalksteinvilla unweit des Michigansees wurden keine Kosten gescheut, wie die Überreste der aufwendigen Gusseisenverzierungen zeigen.
Clarke lebte bis 1949 mit seiner Familie auf dem Anwesen, dann fiel sein Vermögen der Weltwirtschaftskrise zum Opfer. Der Geschäftsmann war schließlich gezwungen, sein opulentes Zuhause der Sigma-Chi-Bruderschaft zu verkaufen.
Harley Clarkes verwaiste Villa, USA
Das dreistöckige Gebäude mit 16 Zimmern verfügt unter anderem über sieben Schlafgemächer, einen verglasten Wintergarten und einen Ballsaal. Vom Dach ragen sechs Schornsteine empor. Früher wurde die Villa für gesellschaftliche Anlässe genutzt, bis das Evanston Art Center 2015 auszog. Danach stand es lange leer.
Harley Clarkes verwaiste Villa, USA
Während das Evanston Art Center noch in der Villa beheimatet war, wurden die Räume im Erdgeschoss für Ausstellungen genutzt. Die Schlafzimmer sowie der Ballsaal darüber dienten als Klassenzimmer. Das Untergeschoss wurde zu einem Töpferstudio mit Elektro- und Gasbrennöfen sowie einem Verglasungsraum umgebaut. Die holzgetäfelte Eingangshalle und die Bibliothek blieben jedoch erhalten.
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Harley Clarkes verwaiste Villa, USA
Harley Clarkes Villa entging nur knapp dem Abriss – die Evanston Preservation Commission, die sich für den Erhalt historischer Gebäude einsetzt, sprach sich einstimmig dagegen aus. Mithilfe mehrerer Kampagnen in Evanston sammelte die Stadt schließlich Vorschläge, um die Villa zu renovieren und langfristig zu nutzen.
Das Haus erstrahlt nun wieder in altem Glanz und wird als Hochzeits- und Veranstaltungsort genutzt.
Pablo Escobars Villa „La Manuela“, Kolumbien
Dieses einst herrschaftliche Ferienhaus am Peñol-Stausee im kolumbianischen Ferienort Guatapé gehörte früher dem berüchtigten Drogenbaron Pablo Escobar.
Der Verbrecher, der vor seinem Tod im Jahr 1993 schätzungsweise 22 Milliarden Dollar pro Jahr (inflationsbereinigt wären das heute umgerechnet rund 45,6 Milliarden Euro) erwirtschaftet haben soll, benannte seinen idyllischen Zufluchtsort „La Manuela“ nach seiner Tochter. Es soll Escobars zweitliebstes Haus gewesen sein.
Pablo Escobars Villa „La Manuela“, Kolumbien
Das mit illegalen Mitteln gebaute Haus liegt auf einem acht Hektar großen Grundstück und wurde 1993 von einer Bürgerwehrgruppe angegriffen. Sie platzierten eine Bombe im Badezimmer und legten das Haus somit in Schutt und Asche. Escobar war bereits aus dem Haus geflohen und wurde acht Monate später von den Behörden gefasst und dabei getötet.
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Pablo Escobars Villa „La Manuela“, Kolumbien
Pablo Escobars Villa „La Manuela“, Kolumbien
Pablo Escobars Villa „La Manuela“, Kolumbien