Die 30 teuersten Länder zum Leben: Wie schneidet Deutschland ab?
Nationen mit den höchsten Lebenshaltungskosten im Ranking
In welchen Ländern lebt es sich am teuersten? Anhand des Lebenshaltungskosten-Index der Online-Datenbank Numbeo haben wir die 30 Länder ermittelt, in denen das tägliche Leben besonders viel kostet. Die Indexwerte sind Prozentsätze, die in Relation zu den Lebenshaltungskosten in New York gesetzt werden. Die Stadt hat einen Indexwert von 100, das heißt in Nationen mit einem Wert unter 100 ist das Leben günstiger als in der US-Metropole, während Länder mit einem Wert über 100 teurer sind.
Wie schneidet Deutschland im weltweiten Vergleich in Sachen Lebenshaltungskosten ab? Die Antwort entdecken Sie in unserem Ranking.
Die Numbeo-Indexwerte und Preise entsprechen dem Stand von Februar 2025. Alle US-Dollar Beträge wurden in Euro umgerechnet.
Adaptiert von Barbara Geier
Platz 30: Zypern – Indexwert 49,5
Der Inselstaat Zypern befindet sich zwar nur wenige Kilometer von Griechenland und der Türkei entfernt. Die Preise liegen aber auf einem ganz anderen Niveau als in diesen günstigeren Ländern. Die zypriotische Bevölkerung hat 6,5 Prozent höhere Lebenshaltungskosten als die Menschen in Griechenland und sogar 42,6 Prozent höhere als türkische Bürgerinnen und Bürger. Vor allem die Mietpreise treiben auf Zypern die Lebenshaltungskosten nach oben.
Wie die Zeitung „Cyprus Mail“ im Januar berichtete, liegt die durchschnittliche Monatsmiete inzwischen bei über 1.800 Euro für Wohnungen und fast 3.250 Euro für Häuser. Dennoch ist der von Numbeo für die Lebenshaltungskosten in Zypern ermittelte Indexwert von 49,5 seit dem letzten Jahr von 54,7 um zehn Prozent gesunken. Wie bei vielen anderen Ländern in unserer Übersicht spiegelt dies wahrscheinlich die nachlassende Inflation und fallende Energiepreise wider.
Platz 29: Costa Rica – Indexwert 50,1
Das mittelamerikanische Land Costa Rica gehört mit einem Lebenshaltungskostenwert von 50,1 laut Numbeo zu den Top 30 der teuersten Länder. Dank seiner hohen Umweltstandards ist es ein beliebtes Ziel für umweltbewusste Touristen. Auch viele US-amerikanische, kanadische und europäische Auswanderer werden angezogen, u. a. weil das Leben in Costa Rica relativ erschwinglich ist. Unbedingt billig ist es dennoch nicht.
Es gibt zwar ein staatliches Gesundheitssystem und auch die Immobilienpreise sind im Vergleich zu Deutschland beispielsweise niedriger. Innerhalb seiner Region ist Costa Rica aber teuer und hat mehr als 14 Prozent höhere Lebenshaltungskosten als das benachbarte Panama.
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Platz 28: Jamaika – Indexwert 50,3
Platz 28 belegt Jamaika mit einem Lebenshaltungskostenwert von 50,3. Die Verbraucherpreise sind nicht viel niedriger als in dem viel reicheren Land USA bzw. sogar höher. Zwölf Eier kosten in Jamaika beispielsweise knapp 3,10 Euro im Vergleich zu rund 3,65 Euro in den USA. Ein Liter Milch kostet auf der Karibikinsel mehr als dreimal so viel wie in den USA.
Das hat zum Teil damit zu tun, dass Jamaika Waren teuer aus Übersee einführen muss – ein Aspekt, der auch bei mehreren anderen Ländern auf dieser Liste zum Tragen kommt. Positiv für die Menschen in Jamaika ist, dass ihre Mieten relativ günstig sind.
Platz 27: Italien – Indexwert 51,0
Italien mag zwar deutlich günstiger sein als andere europäische Länder. Das Dolce Vita hat aber dennoch seinen Preis. Beim Shopping muss man beispielsweise einigermaßen tief in die Tasche greifen: Ein Paar Lederschuhe für Business-Zwecke kostet im Durchschnitt rund 110 Euro. Für eine Standardmahlzeit bei McDonald's werden über neun Euro fällig und die Monatsmiete für eine Wohnung mit einem Schlafzimmer im Zentrum liegt typischerweise bei um die 720 Euro. Das ist fast die Hälfte des durchschnittlichen monatlichen Nettogehalts.
Dafür sind sowohl Lebensmittel als auch Alkohol günstiger, was auch dafür sorgt, dass essen gehen – nicht ganz unwichtig in Italien – im Vergleich recht wenig kostet.
Platz 26: Vereinigte Arabische Emirate – Indexwert 54,1
Die Durchschnittsgehälter in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), wo keine Einkommenssteuer anfällt, sind hoch. Und das Geld wird gebraucht, denn das Leben ist teuer. So sind laut Numbeo die Mietpreise in Dubai im Durchschnitt beispielsweise 66,2 Prozent höher als in Frankfurt. Ein neuer VW Golf schlägt mit fast 42.000 Euro zu Buche. Darin spiegelt sich die fünfprozentige Umsatzsteuer wider, die auf alle Waren und Dienstleistungen erhoben wird.
Mit 72 Cent für einen Liter ist wenigstens das Benzin in den VAE-Ölstaaten erschwinglich, genau wie die Nebenkosten, die im Dubai-Frankfurt-Vergleich um etwa 40 Prozent günstiger sind.
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Platz 25: Schweden – Indexwert 54,2
Mit Platz 25 und einem Wert von 54,2 behält Schweden seine letztjährige Position im Numbeo-Index. Das Land ist zwar deutlich günstiger als seine skandinavischen Nachbarn. Da auf die Lebenshaltungskosten aber noch hohe Umsatzsteuern kommen, können Lebensmittel, Getränke und Kleidung teurer sein als anderswo. Eine Jeans kostet zum Beispiel knapp 76 Euro, eine McDonald’s-Mahlzeit um die neun Euro.
Nichtsdestotrotz liegt Schweden auf dem Lebensqualitätsindex von Numbeo mit Platz zehn vor Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Platz 24: Neuseeland – Indexwert 55,3
Das Leben in Neuseeland ist günstiger geworden: Im aktuellen Numbeo-Ranking der Nationen mit den höchsten Lebenshaltungskosten belegt es nach Position 13 im letzten Jahr jetzt den 24. Platz. Dahinter könnten die jüngsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes stehen.
Allerdings importierte das Land nach wie vor viele seiner Waren und die Einfuhrsteuern treiben die Lebenshaltungskosten bis zu einem gewissen Grad in die Höhe. Auch der Haus- und Wohnungskauf ist teuer, vor allem in Auckland, wo Immobilien weit mehr kosten als in vielen europäischen Städten.
Platz 22 (zweimal vergeben): Belgien – Indexwert 56,5
Der belgische Lebenshaltungskostenwert von 56,5 ist im Vergleich zum Vorjahr um fast fünf Punkte gefallen. Am teuersten lebt es sich in Brüssel. Dort müssen Eltern pro Kind beispielsweise knapp 18.000 Euro an Schulgeld veranschlagen und ein Essen für zwei Personen in einem Restaurant der mittleren Preisklasse kostet um die 83 Euro.
Essen gehen ist auch im Rest dieses Landes teuer. Laut Numbeo liegt der Preisindex für belgische Restaurants bei 67,1 und ist damit höher als in vielen anderen Ländern wie Kanada, Australien und Singapur, in denen die Lebenshaltungskosten insgesamt höher sind. Ein halber Liter des berühmten belgischen Biers kostet knapp über vier Euro.
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Platz 22 (zweimal vergeben): Südkorea – Indexwert 56,5
Wer in Südkorea sparen möchte, sollte teuer importierte Waren vermeiden und einheimische Produkte bevorzugen. Für eine Flasche Wein zahlen Konsumenten in der Hauptstadt Seoul beispielsweise über 18 Euro, eine günstige Mahlzeit bekommt man dafür schon für knapp unter acht Euro.
Während Südkorea um einiges teurer ist als China, sind die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu vielen westlichen Ländern dennoch einigermaßen niedrig. Die durchschnittliche Miete für eine Wohnung im Zentrum liegt in der Hauptstadt Seoul beispielsweise knapp 40 Prozent unter dem, was in Frankfurt anfällt.
Platz 21: Frankreich – Indexwert 58
Wie viele andere Länder hat auch Frankreich im aktuellen Numbeo-Index einen niedrigeren Lebenshaltungskostenwert und ist daher von Platz 15 im letzten Jahr auf Platz 21 gefallen. Billig ist das Leben dort dennoch nicht.
Ein Kilo Rindfleisch kostet beispielsweise fast 18 Euro, ein neuer VW Golf um die 32.000 Euro. In Paris sind vor allem Immobilien teuer: Der Quadratmeterpreis für eine Wohnung liegt bei rund 11.700 Euro. Günstiger sind dagegen öffentliche Verkehrsmittel: Dank relativ hoher Subventionen kostet eine einfache Fahrt in der Hauptstadt etwa 2,40 Euro.
Platz 20: Deutschland – Indexwert 58,4
Numbeo platziert Deutschland als das zwanzigteuerste Land der Welt – mit einem gemischten Bild: Der Index für Mieten liegt bei relativ niedrigen 22,4, bei Lebensmitteln (56,7) und dem Essengehen (57,5) wird es teurer. Demgegenüber steht mit einem Wert von 127,1 allerdings eine hohe Kaufkraft.
Grundsätzlich entspannt sich mit der nachlassenden Inflation die Situation hinsichtlich Lebensmittel- und Energiekosten. Dienstleistungen wie Versicherungen widersetzen sich jedoch dem Trend und verhindern einen stärkeren Rückgang der Gesamtinflationsrate.
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Platz 17 (dreimal vergeben): Kanada – Indexwert 58,7
Das Leben in Kanada mag zwar billiger sein als im Nachbarland USA, aber die Preise sind in allen Bereichen des Alltags dennoch sehr hoch. Besonders teuer ist Milch mit knapp zwei Euro für einen Liter. Ein Liter Benzin kostet dagegen rund einen Euro.
Ein Handelskrieg mit den USA würde die Kosten für viele Waren nochmal erheblich steigern. Laut der kanadischen Industrie- und Handelskammer könnten die US-amerikanischen Zölle auf kanadische Waren die Bevölkerung pro Kopf rund 1.200 Euro kosten, während die Zölle, mit denen Kanada US-Waren im Gegenzug belegen würde, die Verbraucherpreise um 4,1 Prozent nach oben treiben würde.
Platz 17 (dreimal vergeben): Finnland – Indexwert 58,7
In Finnland sind die Lebenshaltungskosten in vielen Bereichen höher als im weltweiten Vergleich. So müssen die Menschen für ihre Handyverträge und Lebensmittel mehr ausgeben. Auch die Hypothekenzinsen schlagen stärker zu Buche.
Dennoch steht Finnland seit 2018 und zuletzt im März 2024 auf Platz eins des „World Happiness Report“, der die glücklichsten Länder der Welt anhand von Faktoren wie Einkommen, Sozialleistungen und persönlicher Freiheit bewertet. Laut der Denkfabrik Finnish Happiness Institute hängt die hohe Zufriedenheit der Menschen in dem Land maßgeblich mit der Nähe zur Natur zusammen.
Platz 17 (dreimal vergeben): Puerto Rico – Indexwert 58,7
Puerto Rico – offiziell: Freistaat Puerto Rico – ist das größte der US-amerikanischen Außengebiete. Obwohl die Preise für bestimmte Waren bemerkenswert niedrig sind – ein Liter Benzin kostet beispielsweise 90 Cent –, sind die Lebenshaltungskosten in dem Inselstaat insgesamt teurer als in Ländern wie Italien, Schweden und Japan.
Gleichzeitig sind sie immer noch deutlich günstiger als in den USA, von wo Puerto Rico die meisten seiner Waren importiert.
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Platz 16: Großbritannien – Indexwert 59,2
Hinter den Durchschnittsdaten, die Numbeo bereitstellt, verbergen sich oft große geografische Unterschiede innerhalb der jeweiligen Länder, was bei Großbritannien besonders zum Tragen kommt. In London beispielsweise kostet eine Mahlzeit für zwei Personen in der Regel über 92 Euro und der Quadratmeterpreis für Wohnungen liegt bei durchschnittlich 18.700 Euro.
In Middlesbrough, einer Stadt im Norden des Landes, zahlen Gäste im Restaurant zwei Drittel weniger als in der Themse-Metropole und der Quadratmeterpreis für eine Wohnung beträgt mit 2.325 Euro nur ein Achtel. Ähnliches gilt für viele andere Waren und Produkte.
Platz 15: Irland – Indexwert 59,8
Irland schlägt den Nachbarn Großbritannien bei den Lebenshaltungskosten. Egal, ob Lebensmittel oder Benzin – viele Dinge des täglichen Bedarfs sind teurer und das in einigen Fällen, wie z. B. bei Autos, sogar deutlich.
Ein Grund dafür ist die hohe irische Mehrwertsteuer, die mit 23 Prozent um drei Prozent über dem britischen Satz liegt. Bei den Mieten ist Dublin inzwischen sogar die sechstteuerste Stadt der Welt.
Platz 14: Niederlande – Indexwert 60,5
Das Leben in den Niederlanden ist alles andere als billig. Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Fleisch, Reis und Kartoffeln, Autos oder einen Liter Benzin, der gut 1,88 Euro kostet, liegen alle in der oberen Hälfte der internationalen Preisspanne im Numbeo-Index.
Ob die mit dem Autofahren verbundenen Kosten mit ein Grund sind, warum die Niederlande laut Numbeo zu den am wenigsten verschmutzten Ländern der Welt gehören? Im Numbeo-Lebensqualitätsindex, der diesen Aspekt mit einbezieht, belegt das Land nach Luxemburg insgesamt sogar den zweiten Platz, obwohl es bei den Lebenshaltungskosten auf Platz 14 der teuersten Nationen der Welt landet.
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Platz 13: Österreich – Indexwert 60,7
Nach Platz elf im letzten Jahr steht Österreich im Ranking der Länder mit den höchsten Lebenshaltungskosten jetzt an Position 13.
Die Inflationsrate ist in den letzten Monaten allerdings gestiegen und die Preise für Haushaltswaren und Dienstleistungen bleiben hartnäckig hoch. Mit mehr als 325 Euro für eine Durchschnittswohnung sind die Nebenkosten besonders hoch.
Trotzdem wurde die Hauptstadt Wien 2024 von der internationalen Beratungsagentur Mercer nach Zürich zur zweitlebenswertesten Stadt der Welt gekürt. In den Vorjahren stand Wien elfmal in Folge auf Platz eins des Mercer-Rankings.
Platz 12: Australien – Indexwert 60,9
Genau wie der Nachbar Neuseeland ist Australien in hohem Maße von Importen abhängig, was die Preise für viele Dinge des täglichen Lebens in die Höhe treibt. So kostet eine 0,33-Liter-Flasche Importbier beispielsweise knapp 6,50 Euro und die Lebensmittelpreise sind schneller gestiegen als im langfristigen Durchschnitt. Dennoch ist der Lebenshaltungskostenwert für Australien seit letztem Jahr von 70,2 auf 60,9 deutlich gesunken, was darauf hindeutet, dass sich die Situation für die Verbraucher verbessert.
Die australische Inflationsrate ist bis Ende 2024 auf 3,2 Prozent gesunken und die Zentralbank des Landes hat in Reaktion zum ersten Mal seit der Pandemie die Zinssätze gesenkt, was Kreditnehmer weniger belasten sollte.
Platz 11: Luxemburg – Indexwert 64,8
Luxemburg ist eines der wenigen Länder in unserem Ranking, bei denen der Numbeo-Lebenshaltungskostenwert seit dem letzten Jahr gestiegen ist: Mit 64,8 (2024: 62,4) ist das Land von Platz 20 auf Position elf geklettert. Lebensmittel wie Fleisch und Käse sowie Immobilien gehören zu den Bereichen, in denen die Preise besonders hoch sind.
Diesen Kosten stehen die hohen luxemburgischen Nettogehälter gegenüber, die im Durchschnitt bei rund 5.400 Euro pro Monat liegen. Besonders sparen können alle zudem beim öffentlichen Nahverkehr. Der ist in Luxemburg seit 2020 nämlich kostenlos.
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Platz 10: USA – Indexwert 64,9
Die Top 10 der Länder mit den höchsten Lebenshaltungskosten starten mit den USA. In dem wettbewerbsintensiven Land sind Waren und Produkte in vielen Bereichen, einschließlich Benzin, Kleidung und Lebensmittel, im Vergleich günstig. Eine aktuelle Ausnahme sind Eier, deren Preise aufgrund einer durch die Vogelgrippe ausgelösten Verknappung um mehr als ein Drittel in die Höhe geschnellt sind.
Erschreckend teuer ist in den USA die Gesundheitsversorgung: Die durchschnittliche Versicherungsprämie für eine Einzelperson betrug im letzten Jahr rund 8.300 Euro. Auch die Mieten sind horrend hoch. Eine Wohnung mit einem Schlafzimmer im Stadtzentrum kostet gut 1.600 Euro im Monat.
Es bleibt abzuwarten, wie sich Trumps Zollerhöhungen auf die allgemeinen Lebenshaltungskosten auswirken. Viele Beobachter gehen davon aus, dass sie die Inflation ankurbeln werden.
Platz 9: Israel – Indexwert 65,2
Israel hat im Ranking der teuersten Länder einen Sprung von Platz 19 im Vorjahr auf die aktuelle Position in den Top 10 gemacht. Laut einer Analyse des israelischen Gewerkschaftsbundes sind Wohnen, Strom, Lebensmittel und Getränke in Israel im Vergleich zum OECD-Durchschnitt teurer geworden. Ende letzten Jahres machte der Rechnungshof des Landes die niedrigen Löhne für die zurückgehende Kaufkraft der Menschen verantwortlich.
Konkret drückt sich das kostspielige Leben in Israel in 122 Euro für ein Paar Schuhe, 78 Euro für eine Mahlzeit für zwei und knapp 39.000 Euro für einen VW Golf aus.
Platz 8: Dänemark – Indexwert 66,9
In Dänemark wird der VW Golf mit rund 41.400 Euro noch teurer. Das Land ist eines von insgesamt drei skandinavischen Nationen in unserem Ranking der Länder mit den höchsten Lebenshaltungskosten weltweit.
Ein Liter Benzin kostet über 1,80 Euro; im Restaurant fallen für zwei Personen um die 92 Euro an. Im Gegensatz zu Israel ist die Kaufkraft im Land allerdings hoch, sodass die Dänen mit den höheren Lebenshaltungskosten umgehen können.
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Platz 7: Norwegen – Indexwert 69,0
Norwegen auf Platz sechs ist das zweitteuerste der skandinavischen Länder auf unserer Liste. Im Vergleich zum letzten Jahr ist der Indexwert von 76 auf 69 deutlich gefallen.
Mit 25 Prozent hat Norwegen einen der höchsten Mehrwertsteuersätze der Welt, der die Kosten für die meisten Alltagsgegenstände in die Höhe treibt. Alkohol ist besonders kostspielig: Im Durchschnitt kostet eine 0,33-Liter-Flasche Importbier über neun Euro. Für Lebensmittel gilt ein niedrigerer Steuersatz von 15 Prozent, was die Waren dennoch relativ teuer macht. Für ein Kilo Rindfleisch müssen knapp über 24 Euro ausgegeben werden.
Beim Strom bahnt sich für die norwegische Bevölkerung dafür eine Kostensenkung an: Die Regierung plant, den Verbrauchern einen festen Preis pro Kilowatt anzubieten. Zudem soll weniger Strom an Nachbarländer abgegeben werden, da dies die Inlandspreise nach oben treibe.
Platz 6: Barbados – Indexwert 70,0
Ein Großteil der Waren wird importiert, die lokale Kaufkraft ist gering – das Leben auf Barbados ist teuer, auch wenn der Numbeo-Indexwert im Verlauf der letzten Jahre stetig gesunken ist und jetzt – nach 76,6 im letzten Jahr – bei 70,0 steht.
2022 leitete die Regierung Maßnahmen zur Minderung der Inflation ein, etwa die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Energie und niedrigere Preise für Grundnahrungsmittel. Laut Numbeo kostet ein Liter Milch aber dennoch rund 3,25 Euro und ein Restaurantessen für zwei Personen liegt bei etwa 92 Euro.
Platz 5: Hongkong – Indexwert 73,6
Mit Hongkong sind wir unter die fünf teuersten Länder der Welt aufgestiegen. Obwohl es sich um eine Sonderverwaltungsregion Chinas handelt, sind die Lebenshaltungskosten dort viel höher als auf dem Festland, was bedeutet, dass die Einwohner immer tiefer in die Tasche greifen müssen, um über die Runden zu kommen.
Im Durchschnitt sind die Verbraucherpreise in Hongkong, einschließlich der Mieten, rund 200 Prozent teurer als in China, und Benzin ist fast doppelt so teuer. Wie auf einer so bevölkerungsreichen und überfüllten Insel nicht anders zu erwarten, ist der Erwerb von Immobilien besonders teuer.
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Platz 4: Singapur – Indexwert 79,1
Singapur behält seinen letztjährigen Platz im Numbeo-Lebenshaltungskostenindex und liegt mit einem Wert von 79,1 auf Platz vier der teuersten Länder weltweit.
Alkohol ist in dem Stadtstaat ein Luxusgut und eine Flasche Wein kostet über 21 Euro. Für eine Mietwohnung mit einem Schlafzimmer fallen in Zentrumslage pro Monat durchschnittlich fast 2.700 Euro an und Autos sind in Singapur so teuer wie in kaum einem anderen Land, da die Regierung den Autokauf mit Steuern und Zöllen belastet, um das Verkehrsaufkommen zu kontrollieren. Autofahrer müssen außerdem je nach Strecke und Tageszeit für ihre Fahrten bezahlen.
Vor dem Hintergrund dieser hohen finanziellen Belastung gibt es dieses Jahr für die Bevölkerung des Stadtstaats auch einige gute Nachrichten: Anlässlich des 60. Jahrestages der Unabhängigkeit und zur Unterstützung der Menschen erhält jeder singapurische Haushalt Gutscheine für seine Ausgaben im Wert von knapp 550 Euro. Bürgerinnen und Bürger über 60 bekommen das Doppelte. Außerdem wird ein Einkommenssteuerrabatt von bis zu 147 Euro gewährt. Auch die Inflationsrate zeigt sich verbraucherfreundlich und ist zuletzt auf den niedrigsten Stand seit Februar 2021 gesunken.
Platz 3: Bahamas – Indexwert 81,4
Nach Barbados, Hongkong und Singapur sind die Bahamas der nächste Inselstaat in den Top 10 der teuersten Länder der Welt. Die mit der Insellage verbundenen logistischen Herausforderungen treiben die Lebenshaltungskosten der Bevölkerung in die Höhe.
Mit knapp 120 Euro kostet eine Mahlzeit für zwei Personen mehr als in jedem anderen im Numbeo-Index berücksichtigten Land. Für eine Flasche Wein allein müssen rund 23 Euro hingeblättert werden. Auch Grundnahrungsmittel wie Milch, Eier und Brot sind teuer, weil so viele Produkte importiert werden müssen. Die Steuern sind so hoch, dass etwa 25 Prozent der Staatseinnahmen aus Import- und Exportzöllen stammen.
Platz 2: Island – Indexwert 83,4
Auch das Land mit den weltweit zweithöchsten Lebenshaltungskosten ist eine Insel, die auf Importe angewiesen ist. Die strengen Vorschriften, die in Island für die Einfuhr ausländischer Waren gelten, treiben die Preise hier noch weiter nach oben.
Lebensmittel sind so teuer wie in kaum einem anderen Land dieser Welt, insbesondere Milch, Eier, Hühner- und Rindfleisch. Kaum günstiger sind z. B. Lederschuhe mit knapp 205 Euro, ein halber Liter einheimisches Bier vom Fass, das rund zehn Euro kostet, oder eine McDonald’s-Mahlzeit für 16 Euro. Dafür sind die Energiekosten geringer, da in Island in hohem Maße kostengünstige geothermische Heizungen und Wasserkraft zum Einsatz kommen.
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Platz 1: Schweiz – Indexwert 98,4
Laut Numbeo ist die Schweiz das teuerste Land der Welt und fünf der zehn teuersten Städte der Welt finden sich in der Eidgenossenschaft. Nach 101,1 im letzten Jahr liegt der Schweizer Indexwert mit 98,4 jetzt knapp unter dem New Yorker Referenzwert von 100.
Abgesehen davon, dass die Bevölkerung für die alltäglichen Dinge von essen gehen bis Kinokarten viel ausgeben muss, profitieren die Menschen von einer hohen Lebensqualität. Auch die Kaufkraft wird von Numbeo als sehr hoch eingestuft, sodass sich viele Schweizerinnen und Schweizer dennoch einen komfortablen Lebensstil leisten können.
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