10 Musiklegenden, die auch nach ihrem Tod noch Millionen verdienen
Wer profitiert heute von den Rekordeinnahmen dieser Stars?
Es klingt verrückt: Die folgenden zehn Musiklegenden sind zwar schon tot, doch ihr Erfolg bringt weiterhin jährlich mehr Geld ein, als viele von uns im ganzen Leben verdienen werden. Lizenzen, Merchandising und andere Geschäftsmodelle lassen die Kassen klingeln.
Erfahren Sie hier, wie John Lennon, Michael Jackson und Co. auch nach ihrem Tod noch riesige Einnahmen erzielen – und wer genau von den Millionen profitiert.
Alle Beträge basieren auf Schätzungen des Wirtschaftsmagazins „Forbes“ für das Jahr 2025.
Adaptiert von Alina Halbe und Sandra Schröpfer
10. Prince: 11 Millionen US-Dollar
Die US-amerikanische Musiklegende Prince starb 2016 im Alter von 57 Jahren an einer wohl unbeabsichtigten Überdosis. Trotz seines frühen Todes brachten seine künstlerischen Werke allein 2025 noch Einnahmen in Höhe von elf Millionen US-Dollar (9,3 Millionen Euro) ein. Die kamen vor allem dank seines umfangreichen Musikkatalogs und durch geschickt ausgehandelte Lizenzvereinbarungen zustande.
Für weitere posthume Einnahmen sorgt das ehemalige Anwesen des Sängers Paisley Park im US-Bundesstaat Minnesota. Dort lebte und arbeitete Prince, das Gebäude umfasste mehrere Tonstudios.
Eine geplante Netflix-Dokumentation über Prince hat jedoch für juristische Auseinandersetzungen gesorgt. Möglich ist sogar, dass sie nie veröffentlicht wird. Warum? Die Nachlassverwaltung soll die Darstellung von Paisley Park und bestimmte Szenen im Film beanstandet haben.
10. Prince: 11 Millionen US-Dollar
Die Tatsache, dass Prince plötzlich und ohne ein Testament zu hinterlassen verstarb, machte die Situation nicht gerade einfach. In der Folge wurden seine sechs Halbschwestern und -brüder zu seinen Erben erklärt. Dies löste jedoch einen langwierigen Rechtsstreit über seinen Nachlass aus, der erst 2022 endgültig entschieden wurde.
Berichten zufolge sieht die Einigung folgendermaßen aus: Der Nachlass sollte gleichmäßig zwischen der Prince Legacy LLC und der Prince OAT Holdings LLC aufgeteilt werden. Wer steckt dahinter? Die Prince Legacy LLC vertritt die Interessen von drei der Halbgeschwister, während die Prince OAT Holdings LLC im Besitz des Musikverlags Primary Wave ist. Das Unternehmen hat sich auf das Management von Musikrechten und anderen Vermögenswerten verstorbener Künstler spezialisiert.
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9. John Lennon: 12 Millionen US-Dollar
Er ist auch posthum noch ein Weltstar: Der Musiker, Komponist und Mitgründer der britischen Rockband The Beatles kam 1980 im Alter von 40 Jahren bei einem Attentat ums Leben.
Sein künstlerisches Erbe erwirtschaftet unterdessen weiterhin Millionen – und das sowohl durch die Musik, die er mit den Beatles komponiert hat, als auch durch seine Solo-Arbeiten. Mit der Veröffentlichung der Fernsehdokumentation „One to One: John & Yoko“, die die Musikkarriere von John Lennon und Yoko Ono in den 1970er-Jahren verfolgt, kam 2025 eine weitere Einnahmequelle hinzu.
Dank der anhaltenden Beliebtheit von Ausnahmekünstler Lennon erzielte sein Nachlass im Jahr 2025 zwölf Millionen US-Dollar (10,1 Millionen Euro).
9. John Lennon: 12 Millionen US-Dollar
Nach dem plötzlichen Tod von Lennon ging sein Nachlass hauptsächlich in die Hände seiner Witwe Yoko Ono über, die das Erbe auch verwaltete. Hier ist das Paar zusammen abgebildet.
Lennons Söhne Julian – aus seiner ersten Ehe mit Cynthia Powell – und Sean – das gemeinsame Kind mit Ono – wurden ebenfalls als Begünstigte des Nachlasses benannt. Ono leitete den Lennon-Nachlass noch bis 2021, dann zog sie sich jedoch aus der Öffentlichkeit zurück und übertrug ihrem Sohn Sean die Verantwortung.
8. Bob Marley: 13 Millionen US-Dollar
Die jamaikanische Musikikone Bob Marley gilt als Wegbereiter des Reggae. Tragischerweise verstarb der Sänger 1981 im Alter von nur 36 Jahren nach einem langen Kampf gegen Krebs.
Mehr als vier Jahrzehnte nach seinem viel zu frühen Tod bleibt Marleys künstlerischer Nachlass eine Geldquelle und erzielte 2025 insgesamt 13 Millionen US-Dollar (elf Millionen Euro).
Diese Einnahmen stammen hauptsächlich aus Musiklizenzen und Merchandising-Vereinbarungen. Ein zusätzlicher Schub kam durch eine neue Show in Las Vegas hinzu, sowie durch die 2024 veröffentlichte Filmbiografie „Bob Marley: One Love“.
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8. Bob Marley: 13 Millionen US-Dollar
Marley hinterließ bei seinem Tod kein Testament, deshalb regelte das jamaikanische Erbrecht die Aufteilung seines Nachlasses. Es wurde entschieden, dass zehn Prozent des Nachlasses an Marleys Witwe Rita gehen würden, mit weiteren 45 Prozent, die ihr im Laufe ihres Lebens zugesprochen werden sollten. Die noch verbleibenden 45 Prozent wurden gleichmäßig unter seinen Kindern aufgeteilt.
Doch diese Entscheidung wurde von den Beteiligten nicht unbedingt bejubelt und führte stattdessen zu einem jahrzehntelangen Rechtsstreit zwischen Ehefrau Rita, Marleys Kindern, ehemaligen Bandmitgliedern und seiner Plattenfirma. 1991 fällte das Gericht schließlich ein Urteil zugunsten von Rita Marley und Island Logic Ltd., einem Unternehmen des britisch-jamaikanischen Musiklabelgründers Chris Blackwell. Dieses Unternehmen war seit 1989 mit der Verwaltung von Marleys Erbe und geistigem Eigentum betraut.
Seine elf Kinder erhielten dagegen exklusiv die Namens- und Bildrechte ihres Vaters. Island Logic Ltd. verwaltete den Nachlass für ein weiteres Jahrzehnt, bevor er 2001 an Marleys elf Kinder überging. Heute wird sein Erbe von vier seiner Kinder unter dem Namen House of Marley geführt, die übrigen Nachkommen sind als Vorstandsmitglieder ebenfalls involviert.
7. Jimmy Buffett: 14 Millionen US-Dollar
Der amerikanische Country-Musiker Jimmy Buffett verstarb 2023 im Alter von 76 Jahren nach einem Kampf gegen Hautkrebs. Sein bekanntester Song ist der Hit „Margaritaville“ aus dem Jahr 1977.
Unter dem gleichen Namen rief Buffett in den USA auch ein Geschäftsimperium aus Restaurants, Resorts und einer Kreuzfahrtlinie ins Leben. Der Erfolg der Kette Margaritaville verhalf ihm 2023 posthum zum Milliardärsstatus. Allein 2025 erzielte sein Nachlass Einnahmen in Höhe von 14 Millionen US-Dollar (11,8 Millionen Euro).
7. Jimmy Buffett: 14 Millionen US-Dollar
Buffett hinterließ seiner Familie zwei Treuhandfonds: einen für seine Kinder und einen für seine Frau Jane (hier gemeinsam im Bild).
Der Treuhandfonds seiner Frau im Wert von 275 Millionen US-Dollar (232 Millionen Euro) steht im Mittelpunkt eines andauernden Rechtsstreits zwischen Jane Buffett und dem Nachlassverwalter Richard Mozaenter. Dabei geht es um die Höhe des Betrags, der Buffetts Ehefrau jährlich zusteht.
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6. Elvis Presley: 17 Millionen US-Dollar
Der „King of Rock ‘n‘ Roll“ starb 1977 im Alter von nur 42 Jahren an einem Herzinfarkt. Doch selbst 50 Jahre später ist Elvis Presley noch immer posthum erfolgreich: 2025 generierte sein Nachlass 17 Millionen US-Dollar (14,3 Millionen Euro).
Wie das? Neben seinem umfangreichen Musikkatalog und den Bildrechten erwirtschaftet auch sein ehemaliges Anwesen Graceland, das heute ein Museum ist und jedes Jahr rund 600.000 Besucher anzieht, enorme Einnahmen. In den Kassen klingeln dann nicht nur die Eintrittsgelder, sondern auch die Einnahmen aus den Verkäufen von Merchandise-Artikeln.
6. Elvis Presley: 17 Millionen US-Dollar
Presley hinterließ sein gesamtes Vermögen seiner einzigen Tochter, Lisa Marie Presley. Da Lisa Marie erst neun Jahre alt war, als ihr Vater starb, übernahm seine Ex-Frau Priscilla bis zum 25. Geburtstag ihrer Tochter die Verwaltung des Nachlasses.
Als Lisa Marie 2023 im Alter von nur 54 Jahren plötzlich starb, entbrannte ein erbitterter Rechtsstreit um den Presley-Nachlass. Die gegnerischen Parteien: Priscilla Presley und ihre Enkelin Riley Keough (hier gemeinsam im Bild). Lisa Marie hatte ihr gesamtes Vermögen ihrer erwachsenen Tochter Keough sowie ihren jüngeren Kindern, Harper und Finley Lockwood, hinterlassen – eine Entscheidung, die von Priscilla angefochten wurde.
Der Rechtsstreit endete schließlich mit einem Urteil zugunsten von Riley Keough, die nun alleinige Treuhänderin des lukrativen Nachlasses ist.
5. Miles Davis: 21 Millionen US-Dollar
Der US-amerikanische Jazzmusiker Miles Davis war jahrzehntelang erfolgreich und einer der einflussreichsten Künstler seines Musikgenres. Er verstarb 1991 im Alter von 65 Jahren.
Anlässlich des 100. Geburtstags des Musikers dieses Jahr ist eine Filmbiografie mit Schauspieler Damson Idris in der Hauptrolle in Arbeit. Das Musikunternehmen Reservoir Media hat vor diesem Meilenstein 90 Prozent des Musikkatalogs von Davis erworben, zudem sind in den USA Live-Auftritte zum hundertjährigen Jubiläum geplant.
2025 brachte der Nachlass von Davis 21 Millionen US-Dollar (17,7 Millionen Euro) ein.
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5. Miles Davis: 21 Millionen US-Dollar
Unter der Aufsicht seiner Kinder Cheryl und Erin Davis sowie seines Neffen Vincent Wilburn Jr. wurde der Nachlass von Davis von Miles Davis Properties verwaltet. Mit dem Katalogkauf von Reservoir Media hat sich das jedoch geändert, und so fließen nun 90 Prozent der Einnahmen an Musikrechten an das Unternehmen.
4. The Notorious B.I.G.: 80 Millionen US-Dollar
Der US-Rapper The Notorious B.I.G. (bürgerlicher Name Christopher Wallace) starb 1997 im Alter von nur 24 Jahren bei einem Attentat.
Doch selbst rund 30 Jahre später generiert seine Musik noch immer Millionen. 2025 erwarb Primary Wave Music einen Anteil von 50 Prozent am Musikkatalog des 90er-Jahre-Stars und verdient damit gut an den 2025 generierten 80 Millionen US-Dollar (67 Millionen Euro) mit.
4. The Notorious B.I.G.: 80 Millionen US-Dollar
Viele Jahre verwaltete Mutter Voletta Wallace (im Bild) den Nachlass ihres verstorbenen Sohnes, bis sie den Vertrag mit Primary Wave Music aushandelte.
Nachdem Wallace Anfang 2025 selbst verstarb, wird ihr Anteil am Nachlass von The Notorious B.I.G. nun Berichten zufolge vom ehemaligen Managementteam des verstorbenen Rappers, Mark Pitts und Wayne Barrow, verwaltet.
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2. Richard Wright und Syd Barrett (Pink Floyd): jeweils 81 Millionen US-Dollar
Richard Wright und Syd Barrett (im Bild) von Pink Floyd generierten 2025 Einnahmen in Höhe von jeweils 81 Millionen US-Dollar (68 Millionen Euro). Sie schrieben viele der Hits der britischen Rockband und verdienen bis heute an den Rechten als Komponisten.
Beide Bandmitglieder starben an Krebs: Barrett im Jahr 2006 im Alter von 60 Jahren und Wright im Jahr 2008 im Alter von 65 Jahren.
2024 wurde der Musikkatalog der legendären Rockband für 400 Millionen US-Dollar (337 Millionen Euro) an Sony Music verkauft. Der Erlös aus diesem Geschäft wurde zwischen den drei noch lebenden Bandmitgliedern und den Erben von Wright und Barrett aufgeteilt.
2. Richard Wright und Syd Barrett (Pink Floyd): jeweils 81 Millionen US-Dollar
Der Nachlass von Wright und Barrett liegt jeweils in Familienhand.
Wright (im Bild) vererbte sein Vermögen seinen Kindern, die Erbin von Barrett ist seine Schwester Rosemary Breen. Es ist davon auszugehen, dass die Erben auch die Begünstigten des Musikkatalogverkaufs an Sony Music waren.
1. Michael Jackson: 105 Millionen US-Dollar
Musiklegende Michael Jackson verstarb 2009 im Alter von 50 Jahren. Trotz seines frühen Todes hinterließ der „King of Pop“ als eine der berühmtesten Ikonen der Musikgeschichte ein ordentliches Sümmchen. Und da zu seinem Nachlass nicht nur sein Vermögen, sondern auch die Rechte an seinem musikalischen Erbe zählen, fließt weiterhin Geld: Allein im Jahr 2025 wurden so 105 Millionen US-Dollar (88 Millionen Euro) generiert. Wie? Die Sony Music Group erwarb 2024 die Hälfte von Jacksons Musikkatalog für mindestens 600 Millionen US-Dollar (505 Millionen Euro) vor Abzug der Steuern. Sein musikalisches Gesamtwerk wurde auf 1,2 Milliarden US-Dollar (eine Milliarde Euro) taxiert – eine Rekordsumme für einen einzelnen Künstler.
Zusätzlich sprudeln die Einnahmen aus der weltweit erfolgreichen Bühnenshow „MJ: The Michael Jackson Musical“. Inszenierungen in Metropolen wie London und Las Vegas bringen wöchentlich rund sechs Millionen US-Dollar (fünf Millionen Euro) ein – ein Beweis dafür, dass Jacksons Musik auch Jahre nach seinem Tod fasziniert.
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1. Michael Jackson: 105 Millionen US-Dollar
Doch wer profitiert vom millionenschweren Erbe? Jackson hinterließ 40 Prozent seines Vermögens seiner geliebten Mutter Katherine, 20 Prozent gingen an wohltätige Zwecke.
Die restlichen 40 Prozent gingen an seine drei Kinder: Prince, Paris und Bigi (hier ein Archivbild). Nach dem Tod ihrer Großmutter werden sie auch deren Anteil erben.
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