Die Prachtanwesen der reichsten Familien-Clans der Welt
Exklusive Häuser der wohlhabendsten Dynastien
Sie sind zwar keine gekrönten Häupter, aber die Mitglieder vieler der mächtigsten Familien der Welt leb(t)en wie Könige und Königinnen. Dynastien wie die Kennedys, Vanderbilts oder Gettys verfügen über Luxus-Immobilienportfolios, zu denen einige der prunkvollsten Häuser der Welt gehören.
Starten Sie hier Ihre Besichtigungstour durch die Sitze von sieben dieser berühmten Familien …
Adaptiert von Barbara Geier
Gettys: Fachwerkvilla in Los Angeles
Die Gettys sind nicht nur für ihren immensen Reichtum, sondern auch die vielen Tragödien bekannt, die sich durch die Familiengeschichte ziehen. Die Ursprünge der Dynastie gehen auf George Getty zurück, der 1903 in die aufblühende amerikanische Ölindustrie investierte.
Nachdem der Geschäftsmann 1905 mit seiner Familie von Minnesota nach Los Angeles gezogen war, gab er dort eine Fachwerkvilla in Auftrag (Bild), die aber inzwischen abgerissen ist.
Gettys: „Phantomhaus“ in Los Angeles
George Gettys Sohn, John Paul, gilt als der Patriarch der Familie. Er gründete 1942 die Getty Oil Company und wurde in den 1950er-Jahren zum reichsten Privatmann der Welt.
Der Industrielle, der ein begeisterter Kunstsammler war, hatte sein Geld während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren sehr klug angelegt und kaufte 1936 eine im mediterranen Stil erbaute Villa am South Irving Boulevard in Los Angeles. Das Anwesen war auch als „Phantomhaus“ bekannt, da der ursprüngliche Besitzer dort nur ein Jahr gelebt hatte und es dann für ein Jahrzehnt leer stand. Getty hatte auch nie vor, das Haus selbst zu nutzen, sondern quartierte dort eine seiner Ex-Frauen ein.
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Gettys: „Phantomhaus“ in Los Angeles
Bevor die Villa 1957 der Abrissbirne zum Opfer fiel, wurde sie auf der Leinwand in dem Hollywood-Klassiker „Boulevard der Dämmerung“ (1950) von Billy Wilder verewigt. Das Ex-Getty-Anwesen diente als Haus des ehemaligen Stummfilmstar-Charakters Norma Desmond, der im Film von Gloria Swanson dargestellt wurde.
Einige Jahre später kam das Anwesen auch in „… denn sie wissen nicht, was sie tun“ (1955) mit James Dean vor. Dann war jedoch endgültig Schluss, und das Haus musste einem Bürogebäude weichen.
Gettys: Sutton Place in Großbritannien
John Paul Getty, der in Oxford studiert hatte, zog in den 1940er-Jahren nach Europa und wohnte zunächst in Fünf-Sterne-Hotels. 1959 kaufte er sich in der südenglischen Grafschaft Surrey für 840.000 US-Dollar ein Anwesen aus dem 16. Jahrhundert, was nach heutigem Geldwert neun Millionen US-Dollar (rund 7,6 Millionen Euro) entspricht.
Der Tudorstil-Landsitz bot ausreichend Platz für Gettys Kunstsammlung – und ein Münztelefon, das der notorisch sparsame Milliardär installieren ließ, damit Gäste nicht seine Telefonrechnung belasteten. Sein berüchtigter Geiz machte Schlagzeilen, als er sich 1973 weigerte, das von den Entführern seines Enkels John Paul Getty lll. geforderte Lösegeld zu zahlen.
Nach Gettys Tod im Jahr 1976, wurde Sutton Place an einen Kunstsammler verkauft.
Kennedys: Schindelhaus in Massachusetts
Die Kennedys sind eine der berühmtesten Familien Amerikas und faszinieren Menschen in aller Welt. Der Patriarch der mächtigen irisch-amerikanischen Dynastie, Joseph P. „Joe“ Kennedy, war ein erfolgreicher Unternehmer. Sein Sohn, John F. Kennedy, auch bekannt als JFK, wurde 1917 geboren.
Zu dieser Zeit lebte die Familie in dem hier zu sehenden Schindelhaus in der Stadt Brookline im US-Bundesstaat Massachusetts. Laut dem Architekturmagazin „Architectural Digest“ steht das Haus als „National Historic Site“ seit 1967 unter Denkmalschutz.
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Kennedys: Kolonialstil-Villa in New York
Mit Joe Kennedys wachsendem Vermögen vergrößerte sich auch sein Immobilienportfolio. 1927 zog er mit seiner Familie in diese 20-Zimmer-Villa im Stil der amerikanischen Kolonialzeit im New Yorker Stadtteil Bronx. Das dreistöckige Haus mit Blick auf den Hudson River stammte aus dem Jahr 1907 und war für zwei Jahre das Zuhause des späteren US-Präsidenten John F. Kennedy, der zusammen mit seinen Geschwistern eine nahe gelegene Schule besuchte.
Im Jahr 1929 ging es weiter und die Kennedys sicherten sich in der wohlhabenden Gemeinde Bronxville rund 25 Kilometer nördlich von New York ein 2,4 Hektar großes Anwesen namens „Crownlands“, zu dem eine Villa mit eigenem Filmvorführraum sowie zwei kleinere Häuser für Personal gehörten.
Die Familie lebte dort bis 1942. Danach wurde das Haus abgerissen und das Land aufgeteilt.
Kennedys: „Kennedy Compound“ auf Cape Cod
Bereits 1928 hatte der Kennedy-Patriarch für seine Familie diese Sommerresidenz in Hyannis Port auf der Halbinsel Cape Cod gekauft. Das Schindelhaus kostete damals 25.000 US-Dollar, was nach heutigem Geldwert etwa 472.000 US-Dollar (rund 400.000 Euro) entspricht.
Das Anwesen war das erste von drei Häusern, die heute als „Kennedy Compound“ bekannt sind. Der Gebäudekomplex ist eine der prominentesten Kennedy-Wohnsitze.
Kennedys: „Kennedy Compound“ auf Cape Cod
John F. Kennedy und sein Bruder Ted kauften in den 1950er-Jahren Häuser, die in der Nachbarschaft der Sommerresidenz ihres Vaters lagen. JFK war damals Mitglied im Senat der Vereinigten Staaten und posierte 1953 mit Jacqueline Bouvier – der späteren Jackie Kennedy – für die Verlobungsfotos des Paares auf dem Gelände des „Kennedy Compound“.
Während Kennedys Präsidentschaft von 1961 bis zum tödlichen Attentat auf ihn im Jahr 1963 wurde der Gebäudekomplex eine Art „Außenposten“ des Weißen Hauses. Noch heute ist er ein Zufluchtsort für den Kennedy-Clan, an dem die Familie zusammenkommt.
2012 stiftete die Familie das Haupthaus für wohltätige Zwecke an das Edward M. Kennedy Institute for the United States Senate.
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Rothschilds: Anfänge in Frankfurt
Mayer Amschel Rothschild, der Patriarch der berühmten Bankiersdynastie Rothschild, gilt als Begründer des internationalen Finanzwesens. Er wurde 1744 im jüdischen Ghetto von Frankfurt geboren und stieg zum führenden Bankier Europas auf.
Im 19. Jahrhundert besaß die Familie Rothschild eines der größten Privatvermögen der Welt, das unter den zahlreichen Nachkommen aufgeteilt wurde. Heute sind die Rothschilds in einer Vielzahl von Bereichen aktiv, darunter Finanzdienstleistungen, Immobilien, Bergbau, Energie, Landwirtschaft, Weinbau und gemeinnützige Organisationen.
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Rothschilds: Château de Ferrières bei Paris
Mayer Amschel Rothschild schickte seine Söhne ins Ausland, um die Familien-Bankgeschäfte auszubauen. Jacob ging nach Frankreich, wo er mit neuem Vornamen und Adelstitel zu Baron James de Rothschild wurde.
1855 gab er bei Paris das Château de Ferrières in Auftrag, das heute als das größte und luxuriöseste französische Schloss des 19. Jahrhunderts gilt. Das Château ist ein Beispiel für den kunstvollen „Rothschild-Geschmack“, der von anderen Familien auf dieser Liste wie den Vanderbilts, Rockefellers und Astors kopiert wurde.
Das Schloss ging schließlich an Guy de Rothschild über, der es 1975 der Universität von Paris schenkte. Heute dient es als Veranstaltungsort und beherbergt eine Schule für die gehobene Gastronomie.
Rothschilds: Waddesdon Manor in Großbritannien
Waddesdon Manor im Südosten Großbritanniens, wurde zwischen 1874 und 1889 als Wochenendresidenz für Baron Ferdinand de Rothschild erbaut. Der Urenkel von Mayer Amschel Rothschild ist ein Nachkomme des österreichischen Zweigs der Dynastie und machte nach dem Umzug aus seiner Heimatstadt Wien nach London Karriere in der Politik.
1890 wurde hier sogar Königin Victoria empfangen. Von historischer Bedeutung ist das Anwesen im Renaissance-Stil auch durch seine außergewöhnliche Kunstsammlung. Ende der 1950er-Jahre wurde es von James de Rothschild dem National Trust hinterlassen – heute ist es für die Öffentlichkeit zugänglich.
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Rothschilds: Hôtel de Pontalba in Paris
1876 kaufte Baron Edmond James de Rothschild, der Sohn von Baron James de Rothschild, das begehrteste Stadthaus von Paris, das als Hôtel de Pontalba bekannt war. Der neue Besitzer gab einen umfassenden Innenumbau in Auftrag, um das 5.574 Quadratmeter großen Anwesen im „Rothschild-Geschmack“ auszustatten.
Während das Haus im Besitz von Maurice de Rothschild war, wurde es im Zweiten Weltkrieg von den Nazis beschlagnahmt. In der Nachkriegszeit nutzten es die US-Alliierten, bevor es schließlich an die USA verkauft wurde. Heute dient das Hôtel de Pontalba als offizielle Residenz des US-Botschafters in Frankreich.
Rothschilds: Villa an der Côte d'Azur
Von Paris an die Côte d'Azur, wo die Baronin Béatrice Ephrussi de Rothschild die Villa „Ephrussi de Rothschild“ in Saint-Jean-Cap-Ferrat erbauen ließ.
Das rosafarbene Anwesen der Enkelin von Baron James de Rothschild entstand zwischen 1905 und 1912 und hat angeblich den besten Blick auf die Küste. Sogar ein eigener Zoo war damals Teil des Geländes.
Heute ist es als Museum für Besucher zugänglich, die die neun Gärten der Villa besichtigen können.
Rockefellers: Farmhaus im Bundesstaat New York
Wenn es in Amerika ein Königshaus gäbe, würde es wahrscheinlich den Namen Rockefeller tragen. Die Ursprünge der Dynastie sind aber alles andere als hochherrschaftlich. Das Familien-Oberhaupt, William Rockefeller Sr., war ein Betrüger, der zu Lebzeiten in mehrere Skandale verwickelt war.
Die Familie lebte in diesem bescheidenen Farmhaus in dem kleinen Ort Richford im US-Bundesstaat New York, das er Anfang der 1830er-Jahre gekauft hatte.
Rockefellers unternehmerische Söhne John D. Rockefeller und William Jr. Rockefeller gründeten 1870 das Ölunternehmen Standard Oil. Bereits in den 1880er-Jahren gehörten die Brüder zu den reichsten Menschen in den USA
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Rockefellers: Rockwood Hall im Bundestaat New York
Im Jahr 1886 investierte William Jr. 150.000 US-Dollar in das Anwesen Rockwood Hall in Mount Pleasant, ebenfalls im US-Bundesstaat New York. Nach heutigem Geldwert entspricht das fünf Millionen US-Dollar (rund 4,2 Millionen Euro).
Der jüngere der Rockefeller-Söhne gab Millionen für die Renovierung des Gebäudes aus und verwandelte es in einen extravaganten Palast mit 240 Zimmern.
Nachdem William Jr. 1922 dort verstorben war, diente das Anwesen eine Zeit lang als Country Club. 1941 fiel es der Abrissbirne zum Opfer.
Rockefellers: Kykuit im Bundestaat New York
John D. Rockefeller, der als reichster Mensch der Neuzeit gilt, war häufig auf dem Landsitz seines jüngeren Bruders zu Gast und kaufte sich 1893 in dem nahe gelegenen Örtchen Pocantico Hills selbst ein Anwesen.
Kykuit (Bild), ein neoklassizistisches Herrenhaus mit 40 Zimmern, wurde 1915 fertiggestellt. Sein Name kommt aus dem Holländischen und bedeutet „Aussichtspunkt“ – passend zur Lage über dem Hudson mit Blick auf den Fluss. Das Anwesen ging erst auf den Sohn und dann den Enkel von John D. Rockefeller über.
Nelson Rockefeller, der in den 1970er-Jahren in der Regierung von Gerald Ford US-amerikanischer Vizepräsident war, starb 1979 und vermachte das Haus dem National Trust for Historic Preservation. Heute ist Kykuit ein Museum.
Vanderbilts: Villa des Familien-Patriarchen in New York
Das Vanderbilt-Vermögen geht auf Cornelius Vanderbilt zurück, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Reeder und Eisenbahnunternehmer zum reichsten Menschen in Amerika wurde. Der als skrupelloser Geschäftsmann bekannte Vanderbilt verkörpert die klassisch amerikanische „vom Tellerwäscher zum Millionär“-Geschichte. 1877 starb der Tycoon in seiner Villa in New York.
Obwohl Cornelius Vanderbilt selbst zu seinen Lebzeiten lediglich ein Haus besaß, sorgten seine Nachkommen in der sogenannten „Gilded Age“ für einige der prächtigsten Villen. Genau genommen spricht man hier von einer Zeit im 19. Jahrhundert, in der die USA eine Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs erlebten.
Sein ältester Enkel und Liebling, Cornelius Vanderbilt II., machte 1883 den Anfang mit dem Bau eines schlossähnlichen Stadthauses in New York.
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Vanderbilts: New Yorks größtes Stadthaus
Mit einer Fläche von 8.361 Quadratmetern war das sechsstöckige Haus damals das größte der Stadt und bot alles von Ballsaal über großen Salon bis hin zu Raucherzimmer.
Nach dem Tod des Hausherrn im Jahr 1899 ging die Villa auf seine Frau Alice über, die sie 1926 veräußerte. Danach wurde das Haus abgerissen, um Platz für das Kaufhaus Bergdorf Goodman zu machen.
Vanderbilts: Biltmore-Landsitz in North Carolina
Die opulenteste aller Vanderbilt-Villen – und damals das größte Haus in Amerika – ist der Landsitz Biltmore in North Carolina, der von Cornelius Vanderbilts Enkel, George Washington Vanderbilt II., in Auftrag gegeben wurde.
Das 1895 fertiggestellte Haus hat 250 Zimmer und befindet sich noch immer im Besitz der Nachkommen des Erbauers, wird jedoch heute als Museum genutzt.
Guinness-Familie: Stadthaus in Dublin
Auf der anderen Seite des Atlantiks wurde im 18. Jahrhundert die Basis für den Reichtum der Guinness-Familie gelegt, als der Gründer der prominenten anglo-irischen Brauereidynastie, Arthur Guinness, 1755 seine erste Brauerei pachtete.
Bis zu seinem Tod im Jahr 1803 hatte er ein beträchtliches Vermögen angehäuft und genug Geld, um sich das hier zu sehende Stadthaus in Dublin zu kaufen.
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Guinness-Familie: Ashford Castle
Der Sohn von Arthur Guinness, der denselben Namen wie sein Vater trug, tauschte die Dubliner Villa des Familien-Patriarchen für ein größeres Anwesen in der Stadt aus. Später setzte sein Sohn Benjamin Guinness immobilienmäßig noch eins drauf und erwarb das hier zu sehende Ashford Castle in der irischen Grafschaft Mayo.
Nachdem Benjamin Guinness Ashford Castle 1852 in seinen Besitz gebracht hatte, blieb die aus dem Mittelalter stammende Burg bis 1939 im Besitz der Familie.
Danach wurde sie verkauft, in ein Luxushotel umgewandelt, renoviert und ist heute eines der exklusivsten Fünf-Sterne-Hotels in Irland, in dem bereits bekannte Namen wie Ronald Reagan, Tony Blair, John Lennon oder George Harrison genächtigt haben.
Guinness-Familie: Farmleigh in Dublin
Edward Guinness, der Sohn des Burgkäufers Benjamin, war noch erfolgreicher als seine Vorfahren und wurde zum reichsten Bürger Irlands.
1873 erwarb er das palastartige Farmleigh-Anwesen im Dubliner Phoenix Park, das ihm als Wohnsitz in der Stadt dienen sollte. Das Haus aus dem 18. Jahrhundert wurde umfassend renoviert und spiegelt den Stil der Zeit mit Kunstwerken, Einrichtungsgegenständen und einer Bibliothek mit seltenen Büchern und Manuskripten wider.
Über Generationen hinweg blieb das Prachtanwesen im Familienbesitz, bis Edward Guinness es 1999 für 30 Millionen Euro an den irischen Staat verkaufte. Inflationsbereinigt wären das heute rund 51 Millionen Euro.
Astors: Hellgate-Villa in New York
Seit dem 19. Jahrhundert gehören die Astors in den USA zu den einflussreichsten Familien in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Der 1763 im baden-württembergischen Walldorf geborene Patriarch John Jacob Astor wanderte im Alter von 21 Jahren nach Amerika aus. Dort machte er im Pelzhandel ein Vermögen und kaufte sich die inzwischen abgerissene Hellgate-Villa in New York.
Neben dem Anwesen auf einem 5,2 Hektar großen Grundstück gehörte Astor auch eine Villa am New Yorker Broadway, die später zum Astor House wurde, dem ersten Luxushotel der Stadt.
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Astors: Rokeby-Herrenhaus im Bundesstaat New York
1836 kaufte der Sohn und Erbe von John Jacob Astor, William Backhouse Astor, das Herrenhaus Rokeby im US-Bundesstaat New York von seinem Schwiegervater John Armstrong. Ursprünglich hieß das Anwesen „La Bergerie“ („Die Schäferei“), weil auf dem Land Merino-Schafe weideten. Armstrong änderte den Namen des Hauses auf Wunsch seiner Frau Margaret allerdings in „Rokeby“, zu Ehren des gleichnamigen Gedichts von Walter Scott.
Das Haus mit 43 Zimmern ging an William Astors Enkelin Margaret Astor Ward und ihren Ehemann John Winthrop Chanler über. Beide starben früh auf tragische Weise und hinterließen elf Kinder, die in Rokeby großgezogen wurden.
Mehrere Wandgemälde des Künstlers Robert Winthrop Chanler, eines der elf Geschwisterkinder, hängen heute in den Räumlichkeiten des Hauses. Das heute nicht mehr ganz so prächtige Herrenhaus befindet sich noch immer im Besitz der Familie.
Astors: Beechwood-Anwesen in Rhode Island
1881 erwarb der nach seinem Vater benannte Sohn von William Backhouse Astor für damals 190.000 US-Dollar im US-Bundesstaat Rhode Island ein Anwesen im italienischen Stil mit 39 Zimmern.
Beechwood ging in die nächste Generation über und John Jacob Astor IV., der Sohn von William Backhouse Astor, heiratete in diesem Ballsaal seine Frau Madeleine. John Jacob Astor IV. kam beim Untergang der „Titanic“ ums Leben, seine Frau überlebte das Unglück. Nach ihrem Tod wurde Beechwood an ein Theaterunternehmen verkauft.
2010 übernahm der Gründer des US-Softwarekonzerns Oracle, Larry Ellison, das Anwesen dann für 10,5 Millionen US-Dollar, was nach heutigem Geldwert 15,6 Millionen US-Dollar (rund 13,2 Millionen Euro) entspricht. Laut einer lokalen Website hat er inzwischen ein Vielfaches des Kaufpreises in die Restaurierung des Hauses und anderer Gebäude auf dem Gelände gesteckt.
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