11 der teuersten Stadtviertel weltweit – und was Immobilien hier kosten
Wo die Reichen dieser Welt wohnen
Ob heiß begehrte Wohnblocks in New York oder elitäre Enklaven in London, Paris und München – rund um den Globus gibt es mega-teure Wohnviertel, die nur so vor Luxus und Exklusivität strotzen. Für Promis und andere milliardenschwere Käufer sind diese prestigeträchtigen Adressen das ultimative Statussymbol. Die himmelhohen Immobilienpreise? Kein Hinderungsgrund.
Entdecken Sie hier 11 urbane Viertel, in denen sich nur reiche Menschen ein Zuhause leisten können ...
Adaptiert von Barbara Geier
Hudson Yards in New York, USA
Immobilien im Big Apple sind teuer. So weit, so bekannt. Aber in Hudson Yards, dem neuesten New Yorker Stadtteil, haben die Wohnungs- und Hauspreise neue Dimensionen erreicht.
Das ehemalige Industriegebiet in Midtown Manhattan wurde in den letzten Jahren im Rahmen eines der größten privaten Immobilienprojekte in der Geschichte der USA umgestaltet. Das Ergebnis: eine exklusive Enklave voller Restaurants, Kunstgalerien, schicken neuen Wohnanlagen und Grünflächen.
Hudson Yards: Exklusive Enklave für Superreiche
Das neue Stadtviertel kann direkt den Titel „teuerste Wohngegend New Yorks“ für sich beanspruchen. Dafür sorgen Median-Verkaufspreise von knapp unter 5,4 Millionen US-Dollar (rund 4,7 Millionen Euro). Diesen Wert hat die Datenbank „PropertyShark“ 2025 für Wohnimmobilien ermittelt.
Nur einen Steinwurf vom Hudson-Yards-Zentrum entfernt liegt an der Adresse 520 West 28th (Bild) eine schicke Anlage mit Eigentumswohnungen, die von der 2016 verstorbenen irakisch-britischen Architektin Zaha Hadid entworfen wurde. Der Komplex bietet seinen Bewohnern ein IMAX-Kino, ein Fitnesscenter und ein Spa.
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Mayfair in London, Großbritannien
Das Viertel Mayfair ist nach einem zweiwöchigen Markt benannt, der ab 1686 jedes Jahr im Mai („May Fair“) stattfand. Die Entwicklung der nördlich von Piccadilly gelegenen Straßenzüge in das heutige feine Stadtviertel vollzog sich im 18. Jahrhundert. Maßgeblich daran beteiligt war die adlige Grosvenor-Familie, der noch heute ein Großteil der Immobilien in Mayfair gehört.
Neben eleganter Architektur, Designer-Boutiquen und Spitzenrestaurants beherbergt Mayfair die teuersten Häuser Londons. Reiche und Berühmte hat es schon immer nach Mayfair gezogen. Georg Friedrich Händel und Jimi Hendrix lebten dort über ein paar Jahrhunderte voneinander getrennt in benachbarten Häusern. Der Musical-Millionär Andrew Lloyd Webber und die Hollywood-Leinwand-Ikone Vivien Leigh waren auch Mayfair-Bewohner. Und sogar Königin Elizabeth II. wurde in diesem prestigeträchtigen Viertel im Haus ihrer Großeltern mütterlicherseits geboren.
Mayfair: Wo sich die High Society trifft
Laut der britischen Immobiliensuchplattform „Rightmove“ lagen die durchschnittlichen Hauspreise in Mayfair in den zwölf Monaten bis Juni 2025 bei 3,4 Millionen Pfund (knapp vier Millionen Euro).
Wohnungen, die den Großteil der in dem Viertel verkauften Immobilien ausmachen, waren für 3,2 Millionen Pfund (etwa 3,7 Millionen Euro) zu haben. Wer tiefer in die Tasche greifen möchte, findet in Mayfair auch ohne Probleme Villen, die an die 8,3 Millionen Pfund (rund 9,6 Millionen Euro) kratzen.
6. Arrondissement in Paris, Frankreich
Das exklusive 6. Arrondissement liegt am Seineufer und bietet neben Kunstgalerien und architektonischen Schönheiten auch exquisite Parks wie den Jardin du Luxembourg. Das Viertel gilt als Kulturhochburg, in der berühmte Künstler, Intellektuelle und Literaten des 20. Jahrhunderts wie Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir residiert haben.
Heute dürfte die Bohème Probleme mit den Wohnungs- und Hauspreisen haben, denn die sind im 6. Arrondissement inzwischen so hoch wie sonst nirgends in Paris.
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6. Arrondissement: Von Kultur- zu Geldadel
Laut „Statista“-Daten liegt der Quadratmeterpreis für Wohnimmobilien in dem Viertel links der Seine im Durchschnitt bei 14.400 Euro. Nichts für aufstrebende Kunstschaffende also. Hier sind Milliardäre gefragt, die sich problemlos Luxuswohnungen leisten können, wie sie in dem hier zu sehenden klassischen Haussmann-Wohnblock zu finden sind.
Baron Haussmann, der mütterlicherseits aus einer deutschen Familie stammte, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Napoleon III. damit beauftragt, das Pariser Stadtbild zu modernisieren. Als Stadtplaner war er für die Gestaltung des Zentrums der französischen Metropole verantwortlich, wie wir es heute kennen.
Port Royal in Florida, USA
Port Royal in Naples gehört sicherlich auch wegen seiner Lage direkt am Golf von Mexiko zu den teuersten Wohnvierteln in Amerika. Die Luxus-Enklave wurde 1959 erschlossen und beherbergt heute Reihen von Villen mit Blick auf den Ozean.
Zu den – zumindest in den USA – prominenten Namen, die Port Royal im Laufe der Jahre zu ihrem Wohnsitz gemacht haben, gehören der ehemalige American-Football-Trainer Dave Wannstedt und Richard Schulze, Gründer des multinationalen Elektronikunternehmens Best Buy.
Port Royal: Luxus am Wasser
Häuser in einer Größe von über 460 Quadratmetern sind in Port Royal keine Seltenheit. Viele haben direkten Zugang zum Wasser. Dazu bietet der vor Ort gelegene Port Royal Club einen Strand, der exklusiv den Bewohnern des Viertels vorbehalten ist, sowie einen Swimmingpool, ein Spa und Tennisplätze.
So viel Luxus hat seinen Preis: Daten der US-Immobilienplattform „Zillow“ zufolge kostet ein typisches Haus in Port Royal aktuell durchschnittlich 15,3 Millionen US-Dollar (rund 13,2 Millionen Euro).
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Bogenhausen in München, Deutschland
Einer der wohlhabendsten Stadtteile Münchens war ursprünglich ein Bauerndorf, das Ende des 19. Jahrhunderts in die Stadt integriert wurde. Seitdem ist Bogenhausen mit seinen Grünflächen und Jugendstilvillen ein Liebling der betuchten Münchner Gesellschaft.
In der Vergangenheit haben prominente Persönlichkeiten wie Thomas Mann und der Physik-Nobelpreisträger Wilhelm Röntgen in dem Viertel an der Isar gewohnt. Heute sind dort viele Bayern-München-Spieler eingezogen.
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Bogenhausen: Wo Bilderbuch-Villen zu Hause sind
Unser Bild zeigt eine der typischen Jugendstilvillen des Stadtteils mit malerischen grünen Fensterläden und Balkon.
Interessiert? Dann jetzt tief durchatmen: Laut „Engel & Völkers“ lag der Bogenhausener Quadratmeterpreis im März 2025 bei durchschnittlich 10.560 Euro. Solche Zahlen sind nicht nur in München führend: Nach Angaben von „Immowelt“ befinden sich neun der zehn teuersten Straßen Deutschlands in Bogenhausen. Da überlassen wir das Feld vielleicht doch besser den Fußballmillionären des FC Bayern …
Recoletos in Madrid, Spanien
Recoletos ist der teuerste Stadtteil Spaniens und seit der Modernisierung Madrids im 19. Jahrhundert bei Wohlhabenden sehr beliebt.
Die prestigeträchtige Enklave liegt im Viertel Salamanca. Ihre Merkmale: elegante Architektur, Boutiquen, von Bäumen gesäumte Boulevards und die Nähe zu beliebten Madrider Orten wie dem malerischen Park El Retiro und der Plaza de Colón.
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Recoletos: Wohnungen zu Villenpreisen
Wohnungen, Doppelhäuser und Penthäuser sind die gängigsten Immobilientypen in Recoletos.
Unser Bild zeigt die kleine Wohnstraße Calle Pedro Muñoz Seca, in der sich einige der luxuriösesten Wohnungen der Stadt befinden. Verkaufspreis? Siebenstellig. Im Rest der Nachbarschaft sieht es nicht viel anders aus. Das Immobilienportal „Fotocasa“ veröffentlichte dieses Jahr Daten, laut derer der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Häuser in Recoletos bei 10.650 Euro liegt.
The Bridle Path in Toronto, Kanada
Das Bridle-Path-Viertel in Toronto gilt als das wohlhabendste Viertel Kanadas. Ursprünglich war die Gegend Ackerland, was sich noch im Namen widerspiegelt: „Bridle path“ ist im Englischen ein spezieller Begriff für einen Reitweg.
Mitte des 20. Jahrhunderts übernahm ein Geschäftsmann das Land und baute ein großes Herrenhaus. Im Folgenden wurden Regeln eingeführt, nach denen jedes neue Einfamilienhaus auf einer Mindestfläche von 8.000 Quadratmetern gebaut werden musste – und damit wurde das Viertel zu einer Enklave der Superreichen.
Im Lauf der Jahre haben Megastars wie Drake, Céline Dion und Prince im Bridle-Path-Viertel gewohnt.
The Bridle Path: Herrschaftliche Villen hinter hohen Toren
Das hier zu sehende Anwesen mit Säulen im griechischen Stil und einem opulenten Eingangsbereich ist typisch für die Gegend, die an ein malerisches Flusstal grenzt.
Die kanadische Immobilienplattform „ViewHomes“ schätzte den Medianpreis eines Hauses im Bridle-Path-Viertel bzw. auf der gleichnamigen Straße, die der Wohngegend ihren Namen gibt, im April 2025 auf 7,9 kanadische Dollar (rund fünf Millionen Euro).
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Bellevue Hill in Sydney, Australien
Das Wohnviertel Bellevue Hill liegt erhöht in den östlichen Vororten Sydneys und war ursprünglich das angestammte Gebiet der Cadigal, ein Clan im Aboriginesstamm der Eora. Nach der Kolonialisierung im späten 18. Jahrhundert fiel das Land in die Hände eines wohlhabenden britischen Geschäftsmannes. Im 19. Jahrhundert wurden einzelne große Grundstücke verkauft und die heutige prestigeträchtige Gegend entstand.
Zu den bekannten Bewohnern gehörten in der Vergangenheit Wirtschaftsmagnaten wie der Medienunternehmer Rupert Murdoch und Politiker wie der ehemalige australische Premierminister William McMahon.
Bellevue Hill: Beliebt bei Sydneys Reichen und Berühmten
Die hier zu sehende Villa ist als „Fairfax House“ bekannt und gilt als Wahrzeichen von Bellevue Hill. Das Herrenhaus wurde in den 1850er-Jahren von John Fairfax, dem ehemaligen Besitzer der Wochenzeitung „Sydney Morning Herald“, erbaut.
Heute ist das Viertel bei Sydneys High Society noch genauso begehrt, was zu einem extrem umkämpften Immobilienmarkt führt. Laut der australischen Immobilien-Plattform „Domain“ ist Bellevue Hill der teuerste Vorort Australiens. Im Dezember 2024 lag der Medianpreis für ein Haus über den Hügeln Sydneys bei 8,5 Millionen australischen Dollar (etwa 4,8 Millionen Euro).
Leblon in Rio de Janeiro, Brasilien
Das noble Viertel Leblon grenzt im Süden an den Atlantik und ist bei Rio de Janeiros wohlhabenden Familien und vermögenden Geschäftsleuten äußerst beliebt. Auch Fußballer und Stars zieht es dorthin.
Strand, Spitzenrestaurants, Designerläden und Privatschulen – im Nachbarstadtteil von Ipanema, an den es im Osten grenzt, gibt es alles, was reiche Menschen so brauchen, plus Golfplätze und Yachthäfen in der Nähe.
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Leblon: Luxus-Wohnungen in Hochhäusern
Laut der Finanzpublikation „The Latinvestor“, die Immobiliendaten aggregiert, ist Leblon das teuerste Viertel in Rio de Janeiro – mit Quadratmeterpreisen für Wohnimmobilien, die bis zu 25.000 Real (knapp 3.900 Euro) erreichen.
Da Platz in Leblon Mangelware ist, gibt es nur wenige Einfamilienhäuser. Viele der teuersten Immobilien sind Penthäuser mit Dachterrassen und in manchen Fällen sogar Swimmingpools.
Cologny in Genf, Schweiz
Die Schweiz hat mit die höchsten Immobilienpreise weltweit und besonders teuer wird es in dem malerischen Genfer Vorort Cologny.
In der Wohngegend am Seeufer leben rund 6.000 Menschen, viele davon in von Bäumen gesäumten Straßen und Villen in Hanglage. Die Abgeschiedenheit des Viertels zieht schon seit jeher Reiche und Berühmte an, darunter den ehemaligen Tennisspieler Henri Leconte, den Bankier Benjamin de Rothschild oder die Peugeot- und Chanel-Erben.
Cologny: Private Oase am See
Unser Bild zeigt die Villa Diodati, eines der berühmtesten Anwesen in Cologny. Der englische Dichter Lord Byron mietete sich dort im Jahr 1816 ein und Schriftstellerin Mary Shelley schrieb in dem Gebäude, das ins 18. Jahrhundert zurückgeht, den ersten Entwurf ihres Romans „Frankenstein“.
Die Immobilienpreise in Cologny passen zur illustren Geschichte des Ortes als eine traditionelle Wohngegend für die Oberschicht. Laut der Immobilienplattform „RealAdvisor“ liegt der Medianpreis für ein Haus im Jahr 2025 bei 5,5 Millionen Schweizer Franken (rund 5,9 Millionen Euro).
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The Peak in Hongkong
The Peak ist das wohlhabendste Viertel Hongkongs und liegt hoch über der Stadt mit Blick über den Victoria Harbour und das Südchinesische Meer. Statt die für das platzarme Hongkong typische Enge gibt es auf dem 552 Meter hohen Victoria Peak Waldgebiete und mehr Wohnfläche als im Zentrum.
Bereits 1868 baute sich der damalige britische Gouverneur ein Sommerhaus auf dem Peak. Im Laufe der Folgejahrzehnte und -jahrhunderte wurde das Viertel zu einer prestigeträchtigen Wohngegend, in der Superreiche wie Jack Ma, der Mitbegründer des E-Commerce-Riesen Alibaba, leben.
The Peak: Grüne Oase über der Stadt
Laut Angaben des Hongkonger Luxusmaklers „Midland Realty“ lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für ein Haus auf dem Peak im Mai 2025 bei 417.000 Hongkong-Dollar (rund 45.800 Euro).
Wenn es keine Villa, wie die hier zu sehende, sein soll, bieten luxuriöse Eigentumswohnungen ähnlich gute Ausblicke. Zu den meisten Wohnimmobilien gehören ein 24-Stunden-Sicherheitsdienst, Concierge-Service und private Swimmingpools.
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