32 Archivbilder zeigen, wie wir Menschen früher gewohnt haben
Häuser im Wandel der Zeit
Wenn Wände sprechen könnten: Die Wohnhäuser, die wir in unserer historischen Bildgalerie vorstellen, haben von Weltkriegen bis hin zu Naturkatastrophen so einiges erlebt und überstanden.
Die Fotos bieten einzigartige Einblicke in eine für unsere modernen Augen faszinierende Vergangenheit und zeigen, wie sich Häuser und unsere Lebensstandards im Laufe des letzten Jahrhunderts verändert haben – auch in Deutschland.
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Adaptiert von Barbara Geier
Höhlenwohnungen in Colorado
Im US-Nationalpark Mesa Verde haben uralte Höhlenwohnungen der Anasazi-Kultur die Jahrhunderte überstanden. Der größte Wohnkomplex ist als „Cliff Palace“ (Bild) bekannt und besteht aus 150 Räumen sowie 23 „Kivas“-Gruben, die für zeremonielle Zwecke genutzt wurden. Der Klippenpalast wurde zwischen 1190 und 1260 in die Felsen gebaut – aus Steinen, für die Sandstein und Mörtel aus Schlamm gemischt wurden. Insgesamt gibt es in dem Nationalpark 600 dieser Felsenwohnungen.
Die Aufnahme wurde 1891 von dem schwedischen Gelehrten Gustaf Nordenskiöld gemacht, der die alten Höhlenwohnungen in Mesa Verde als erster wissenschaftlich untersuchte.
Traditionelles Māori-Haus in Neuseeland
Die Aufnahme dieser beiden Māori-Mädchen vor einem traditionell mit Schnitzereien und Malereien geschmückten Haus entstand 1891. Sie begrüßen sich mit dem sogenannten Hongi, bei dem Nase und Stern aneinandergelegt werden.
Die geschwungenen Muster- und Spiralverzierungen am Haus sind von Farnen und anderen in Neuseeland heimischen Pflanzen inspiriert. Oberhalb der Tür scheinen Ranginui, der Himmelsvater, und Papatūānuku, die Erdmutter, sowie die Schöpfungsgeschichte dargestellt zu sein.
Die Szene wurde von dem britisch-neuseeländischen Fotografen Thomas Pringle aufgenommen und gehörte zur Sammlung von Charles Longfellow, dem Sohn des amerikanischen Volksdichters Henry Wadsworth Longfellow.
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In der Küche des Weißen Hauses in Washington
Diese Aufnahme entstand zwischen 1891 und 1893. Sie zeigt eine Angestellte, die eine Köchin oder ein Dienstmädchen sein könnte, in der Küche des Weißen Hauses, in der damals auf einem holzbefeuerten Herd gekocht wurde.
Die Fotografin, Frances Benjamin Johnston, war eine der ersten amerikanischen Frauen, die sich in diesem Beruf einen Namen machen konnte. Die Tochter aus gutem Haus war ab den 1880er-Jahren mehrere Jahrzehnte als offizielle Fotografin im Weißen Haus tätig, wo sie Präsidenten und den Alltag ablichtete. Später wurde sie eine etablierte Architekturfotografin.
Haus einer deutschen Familie in Peru
Hier ist eine deutsche Einwandererfamilie im Jahr 1885 vor ihrem Haus in der Nähe des peruanischen Rio Pachitea zu sehen.
Die ersten deutschen und österreichischen Einwanderer kamen in den späten 1850er-Jahren nach Peru. Sie erhielten freie Überfahrt, Land, medizinische Versorgung und einen sechsmonatigen Lebensmittelvorrat, um sich im Gegenzug dafür in den Dschungelgebieten des Landes niederzulassen. Viele von ihnen starben bereits auf der Reise oder in den ersten Tagen in der neuen südamerikanischen Heimat. Heute gibt es noch rund 250.000 deutschstämmige Peruanerinnen und Peruaner.
Australisches Haus Anfang des 20. Jahrhunderts
Dieses Foto aus dem Jahr 1901 zeigt eine Wohnstätte in Australien, kurz nachdem sich die zuvor voneinander unabhängigen sechs britischen Kolonien zum Commonwealth of Australia zusammengeschlossen hatten. In dieser Zeit modernisierten sich die Städte auf dem Kontinent, auf dem Land blieb das Leben aber hart.
Die Häuser waren oft einfache Holz- oder Wellblechkonstruktionen, die für die rauen Bedingungen gebaut wurden. Viele Siedler lebten in Bretterhütten ohne Strom und fließendes Wasser. Wärme lieferten offene Feuerstellen; Regenwassertanks oder Brunnen sorgten für die Wasserversorgung. In den komfortablen Häusern der wohlhabenderen Landbesitzer sah es natürlich anders aus. Aber ob reich oder arm, die isolierte Lage war eine Herausforderung für alle. Wer Kontakt zur Außenwelt aufnehmen wollte, war auf das Transportmittel Pferd und Telegrafen angewiesen.
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Inuit-Iglu in Kanada
Im Jahr 1904 posierte diese Inuit-Familie in ihrem Iglu auf der kanadischen Cap Fullerton Halbinsel. Sie sitzen auf tierfellbedeckten Schneeblöcken; im Hintergrund sind auf einer Plattform Koch-Feuerstellen und -utensilien zu sehen.
In einem fachgemäß gebauten Iglu kann es bis zu 40 Prozent wärmer sein als draußen, allein weil es die Körperwärme einfängt und vor Windkälte schützt.
Leben auf einer schottischen Insel
Dieses Foto aus dem Jahr 1909 zeigt das Innere eines Bauernhauses auf der schottischen Insel Shetland, die zu einem Archipel zwischen Orkney, den Färöer Inseln und Norwegen gehört.
Die Witterungsbedingungen sind in diesen Gefilden extrem und das tägliche Leben spielte sich um die offene, wärmende Feuerstelle ab. Hier ist die Dame des Hauses am Wolle spinnen, während ihr Mann liest. Garnfäden hängen zum Trocknen an einer am Dachsparren befestigten Leine.
Arbeiter vor einem deutschen Landhaus
Dieses Foto wurde Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland aufgenommen, als das Land im Wandel war. Nach der deutschen Reichsgründung im Jahr 1871 erlebte die Wirtschaft einen kurzen Aufschwung, bevor 1873 eine weltweite Depression einsetzte, in deren Folge Hunderttausende nach Nord- und Südamerika auswanderten.
Andere zogen vom Land in die Städte, wo es mehr Arbeit in Fabriken gab, die Chemikalien, Autos und elektrische Produkte herstellten, als in der Landwirtschaft.
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Kanadische Blockhütte
Im Jahr 1915, als dieses Foto in Kanada aufgenommen wurde, waren Blockhütten vor allem in ländlichen Gebieten und Nationalparks zu finden. Die einfachen, robusten Bauten boten Schutz vor Wind und Wetter und Feuerstellen zum Wärmen.
Trapper und Pelzhändler nutzten die Hütten als saisonale Unterkünfte in abgelegenen Regionen. Die indigene Bevölkerung integrierte die Blockbauweise hier und da in ihre traditionellen Konstruktionen.
Badezimmer im belgischen Palais Stoclet
Der zwischen 1905 und 1911 nahe Brüssel erbaute Palais Stoclet wurde im Stil der Wiener Secession für den Bankier Adolphe Stoclet entworfen. Da sich das Gebäude noch immer im Besitz von Stoclets Nachkommen befindet, gibt es kaum aktuelle Fotos von den Räumen. Dieses Bild von 1914 erlaubt aber einen Einblick in das Bad.
Die auf einem Podest positionierte Badewanne besteht aus einem einzigen ausgehöhlten Marmorblock. Die Wände sind mit Fisch-Mosaiken verziert. Im Jahr 2010 wurde der Wert der Luxusresidenz auf 100 Millionen Euro geschätzt, was nach heutigem Geldwert rund 143 Millionen Euro entspricht.
Französisches Schloss im Ersten Weltkrieg
Dieses Foto wurde 1915 aufgenommen und zeigt französische und deutsche Soldaten in einem Lazarett, dass in einem französischen Schloss eingerichtet worden war. Die adligen Besitzer stellten ihre Anwesen oft selbst zur Verfügung und unterstützen deren Betrieb.
Das Personal bestand nicht selten aus Freiwilligen und die Bedingungen in den Lazaretten variierten. Einige verfügten über moderne Einrichtungen, während andere Schlösser nur notdürftig umgebaut wurden.
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Kaiser im Genfer Exil
Kaiser Karl I., der letzte Kaiser von Österreich-Ungarn, und seine Frau, die italienische Prinzessin Zita de Bourbon-Parma, sind hier 1918 samt der fünf Kinder in ihrem Haus am Genfer See zu sehen. Nach der Niederlage Österreichs im Ersten Weltkrieg wurde die königliche Familie zunächst in die Schweiz und später auf die Insel Madeira in Portugal verbannt.
Das Paar bekam noch drei weitere Kinder, eines davon kurz nachdem Karl I. 1922 im Alter von 34 Jahren an einer Lungenentzündung verstorben war. Seine Frau Zita, die selbst 23 Geschwister hatte, verstarb 1989 im Alter von 96 Jahren.
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Deutsches Landleben nach dem Ersten Weltkrieg
Dieses Foto einer Familie aus den 1920er-Jahren, die vor ihrem Haus in dem Eifeldorf Kalterherberg steht, mag idyllisch erscheinen. Das Leben nach dem Ersten Weltkrieg war allerdings hart. Hyperinflation, Weltwirtschaftskrise und Reparationszahlungen in einem Umfang, der heute fast 326 Milliarden Euro entsprechen würde, belasteten das Land.
Der Zusammenbruch der Deutschen Mark im Jahr 1923 führte dazu, dass sich viele Menschen nicht mal mehr das Nötigste leisten konnten. Die Landwirtschaft war kaum mechanisiert und harte Winter machten das Leben noch schwieriger. Auf dem Land war die Bevölkerung oft auf Tauschhandel angewiesen, um über die Runden zu kommen.
Litauischer Einwanderer in Chicago
Der Großraum Chicago war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ein beliebtes Ziel für litauische Immigranten. Die Stadt wurde zur Heimat der weltweit größten litauischen Auswandererbevölkerung, was ihr den Spitznamen „Klein-Litauen“ einbrachte. Noch heute leben mehr als 74.000 Menschen litauischer Abstammung in Illinois – mehr als in jedem anderen Bundesstaat der USA.
Auf diesem Foto von etwa 1920 ist ein litauischer Einwanderer in Chicago zu sehen, der seine Heimat in Form religiöser Bilder und Statuen mit in die Neue Welt genommen hat.
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Nordamerikanische Küchen in den 1920er-Jahren
Diese Bilder veranschaulichen die extremen Unterschiede im Nordamerika der 1920er-Jahre.
Das Foto auf der linken Seite zeigt eine Frau aus der indigenen Bevölkerungsgruppe der Tsuu T'inà, die um 1927 im kanadischen Alberta über einem Lagerfeuer kocht. Auf der rechten Seite bereitet eine Frau in den USA eine Mahlzeit auf einem Gasherd zu. Herde wie dieser, mit einem integriertem Backofen, waren zu dieser Zeit in Mittelschicht-Haushalten weit verbreitet.
Spanischer Innenhof in den 1920er-Jahren
Traditionelle spanische Häuser wurden oft um Innenhöfe herum gebaut, wie hier in Sevilla. Die Aufnahme von 1927 zeigt einen gepflasterten Hof mit schattigen Plätzen, Pflanzen und einem Brunnen.
Links ist ein in die Mauer eingebauter Holzkohleherd zu sehen, in den durch viereckige Löcher Brennstoff eingefüllt wurde. Töpfe und Pfannen hängen auch an der Wand.
Ärmliche Behausung in Griechenland
In den 1920er- und 1930er-Jahren, aus denen dieses Foto vermutlich stammt, war Griechenland eine weitgehend agrarisch geprägte Gesellschaft.
Die Bauern waren arm und viele bearbeiteten kleine Parzellen mit veralteten Anbaumethoden, sodass die Erträge bei Oliven, Weizen und Trauben gering waren. Das Land war ungleich verteilt. Viele Bauern waren entweder landlos oder hatten nicht genügend Fläche und dazu noch Schulden bei Grundbesitzern und Geldverleihern.
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Junge Frau in den 1920er-Jahren
In starkem Kontrast zum Leben der griechischen Bauern waren die 1920er-Jahre für die als „Flapper“ bekannten westlichen jungen Frauen ein Jahrzehnt des Hedonismus. Sie trugen kurze Röcke und Bubikopf und setzten sich frech über die gesellschaftlichen Konventionen der Zeit hinweg, indem sie beispielsweise ohne Anstandsdame tanzen gingen.
Die hier zu sehende junge Frau posiert mit einem modischen Stirnband und im Pelzmantel in ihrem schicken Schlafzimmer.
Einstieg ins Zeitalter der modernen Architektur
In den glamourösen 1930er-Jahren vollzog die Art-déco-Architektur den Schritt in die Moderne, wofür das hier abgebildete Haus exemplarisch steht.
Zum Verkleiden von Innen- und Außenflächen wurde bevorzugt Stuck verwendet. Damit konnte eine glatte Oberfläche erzeugt werden, um die Geometrie der Gebäude optimal hervorzuheben. Zu Häusern gehörten jetzt auch zunehmend Einfahrten, da sich immer mehr Menschen ein eigenes Auto leisten konnten.
Die Einsteins in Berlin
Wie sah es 1930 bei einem Physik-Nobelpreisträger zu Hause aus? Dieses Bild von Albert Einstein und seiner Frau Elsa in ihrem Haus nahe Berlin gibt die Antwort. Der große Salon war typisch für die Zeit, mit Möbeln im Stil der Wilhelminischen Epoche und einer gemusterten Tapete.
Der in Ulm geborene Einstein verzichtete 1896 auf die deutsche Staatsbürgerschaft und nahm 1901 die Schweizer an. 1914 zog er für seine Arbeit aber wieder nach Berlin, bevor er 1932 in die USA auswanderte.
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Spanisches Bauernhaus in Leipzig
Dieses spanische Bauernhaus wurde 1933 für die Leipziger Frühjahrsmesse mitten in Leipzig gebaut, um deutschen Konsumenten spanische Produkte schmackhaft zu machen.
Die als „Barraca“ bekannte Gebäudeart stammt aus der Region Valencia, wo die Häuser mit ihren typisch weiß getünchten Wänden und Strohdächern erstmals im 16. Jahrhundert errichtet und von Fischern und Arbeitern bewohnt wurden.
Höhlenwohnungen auf Gran Canaria
Die frühesten Höhlenwohnungen auf Gran Canaria wurden von den Guanchen gebaut, einem Volk aus der Jungsteinzeit, das die Kanarischen Inseln als Erstes besiedelte. Die unterirdischen Behausungen – oder „Cuevas“ – entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte von einfachen Unterkünften mit einer Feuerstelle zu richtigen Häusern.
Die hier zu sehenden Höhlenwohnungen befinden sich in La Atalaya und die Aufnahme wird auf Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts datiert. Auch heute noch leben viele Inselbewohner in modernen Versionen der Höhlenwohnungen und Touristen können sich ebenfalls dort einmieten.
London im Zweiten Weltkrieg
Dieses Farbfoto aus dem Jahr 1943 zeigt eine zerbombte Straße im Londoner Stadtteil Battersea. Abgesehen von seinem Inhalt ist auch das Bild selbst ein besonderes Zeitzeugnis, da es mit dem Dufaycolor-Verfahren hergestellt wurde. Dieses frühe Farbfilmverfahren wurde 1935 in Großbritannien erstmals für Standbilder eingeführt.
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Nissenhütte in London
1916 entwickelte der amerikanisch-kanadische Ingenieur und Offizier Peter Norman Nissen für die britische Armee eine Wellblech-Struktur, die im Zweiten Weltkrieg auch als vorübergehende Unterkunft für die Zivilbevölkerung diente. Die nach ihrem Erfinder benannten Nissenhütten boten Menschen ein Dach über dem Kopf, die in den deutschen Bombenangriffen ihre Häuser verloren hatten.
In der hier zu sehenden Aufnahme aus den 1940er-Jahren ist eine Mutter mit ihrer Tochter vor einer dieser halbrunden Wellblechhütten im Londoner Vorort Teddington zu sehen.
Texanisches Haus in den 1940er-Jahren
In diesem Bild aus dem Jahr 1943 treffen Vergangenheit und Zukunft aufeinander. Das Coca-Cola-Schild an dem rechts zu sehenden Obstverkaufsstand symbolisiert den Aufstieg des modernen Konsumverhaltens. Daneben steht ein traditionelles Haus im Stil einer amerikanischen Historismus-Architektur.
Die Zukunft war zum Zeitpunkt dieser Aufnahme allerdings noch nicht überall in den USA angekommen. Viele Menschen bauten ihre Lebensmittel weiterhin selbst an und benutzten Pferde als Transportmittel.
Hausumzug in den USA
Dieses Foto aus den USA zeigt, wie ein komplettes Haus in den 1940er-Jahren für den Umzug auf einen Lastwagen gepackt wird.
Was kurios aussieht, wird in Amerika auch heute noch praktiziert, wo Häuser aus verschiedenen Gründen umplatziert werden, beispielsweise um einen Neubau auf sein Grundstück zu bringen, ein historisches Haus vor dem Abriss zu bewahren oder Umweltgefahren wie Überschwemmungen zu vermeiden. Im Jahr 1919 wurde sogar eine gesamte Stadt in Minnesota um rund drei Kilometer versetzt, um Platz für eine Eisenerzmine zu schaffen.
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Österreichisches Bauernhaus in den 1950er-Jahren
Im Österreich der 1950er-Jahre waren Bauernhöfe wie dieser im Burgenland ein alltäglicher Anblick. Am Gebäude sind Maiskolben zu sehen, die zum Trocknen aufgehängt wurden.
Heute ist Mais nach Weizen die zweitwichtigste Kulturpflanze des Landes und Maiskolben hängen in bestimmten Gegenden weiterhin an Häusern und Scheunen, wenn auch meist eher aus dekorativen als aus praktischen Gründen.
Französisches „Autohaus“
Der erste Wohnwagen für Urlaubszwecke kam Ende des 19. Jahrhunderts auf den Markt und das erste selbstgebaute Wohnmobil erblickte 1904 das Licht der Welt. In den folgenden Jahrzehnten experimentierten Menschen zudem mit allen möglichen mobilen Heimen, die es nicht in den Mainstream schafften.
Dieses „Autohaus“ ist ein Beispiel. Es wurde der Öffentlichkeit 1950 im Rahmen des französischen Erfindungswettbewerbs Concours Lépine vorgestellt. Der Hausaufsatz konnte nach Gebrauch zusammengeklappt werden und ist hier mit seinem Erfinder René Lucas zu sehen.
Vorort von Sydney
Diese Kinder freuten sich sichtlich, als sie im September 1950 vor einer Reihe heruntergekommener Häuser in Redfern, einem Vorort von Sydney, fotografiert wurden. Zu dieser Zeit exportierte Großbritannien Fertighäuser nach Australien, um die Wohnungsnot in der Nachkriegszeit zu lindern.
Schon im 19. Jahrhundert ließen sich Einwanderer in Redfern nieder. Heutzutage wird die Gegend zunehmend gentrifiziert und die noch existierenden hübschen viktorianischen Stadthäusern sind sehr beliebt.
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Kolumbianische Wohnsiedlung in den 1960er-Jahren
In den 1960er-Jahren wurden in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá neue Wohnsiedlungen wie diese gebaut. Die kleinen Häuser sind aus Ziegeln und haben Wellblechdächer.
Der Schweizer Architekt und Stadtplaner Le Corbusier wurde 1947 damit beauftragt, einen neuen Plan für Bogotá zu entwerfen. Er wollte das städtische Wachstum und ökologische Belange in ein Gleichgewicht bringen, indem er zur Eindämmung von Überschwemmungen entlang der Flüsse der Stadt Parks vorsah, was gleichzeitig die öffentlichen Grünflächen vergrößerte. Die Idee scheint selbst nach heutigen Maßstäben ihrer Zeit voraus zu sein. Nachdem es 1948 nach der Ermordung des liberalen Präsidentschaftskandidaten zu gewaltsamen Unruhen in der Stadt gekommen war, wurden die Pläne aber nie vollständig umgesetzt.
Farbenfrohe schwedische Küche
Es wird bunt: In den 1960er-Jahren waren knallige Farben der letzte Schrei und beeinflussten alles – von der Kleidung bis zur Küche.
Dieses schwedische Beispiel aus den frühen 1960er-Jahren veranschaulicht perfekt den Stil des Jahrzehnts. Bunte Gläser und Teller, ein roter Tisch und gelbe Schränke sorgen für ein fröhliches Gesamtbild. Wer in dieser Umgebung seinen Tag beginnt, kann eigentlich nur gut gelaunt sein …
Biberacher „Schneckenhaus“
Dieses Gebäude – hier in einer Aufnahme von 1970 zu sehen – steht noch heute im baden-württembergischen Biberach, wo es als „Schneckenhaus“ bekannt ist. Die Bauherren, ein lokales Ehepaar, gestalteten es gemeinsam mit einem Architekten sowie einem Maler als Gesamtkunstwerk.
Das Gebäude besteht aus mehreren vorgefertigten dreieckigen Strukturen, die sich um eine zentrale Säule gruppieren. Im Inneren spielen Wandbilder mit Perspektiven und betonen den dynamischen Charakter des Hauses.
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