James Bond ist eine der erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten, die im Laufe der letzten sechs Jahrzehnte 7,9 Milliarden US-Dollar eingespielt hat. Nach heutigem Geldwert entspricht das mehr als 20 Milliarden US-Dollar (rund 17 Milliarden Euro). Seit dem ersten Fall von „007“ im Jahr 1962 schlüpften sieben Schauspieler in 27 Filmen in die Rolle des Geheimagenten.
Erfahren Sie in unserem Ranking, welcher der Darsteller mit der Rolle des berühmt-berüchtigten Spions am meisten verdient hat – und wer insgesamt am vermögendsten ist.
Alle Beträge inflationsbereinigt angegeben.
Adaptiert von Barbara Geier
Der Australier George Lazenby war nur einmal James Bond. Er übernahm die Rolle im Jahr 1969 in dem Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ und war mit 29 Jahren der jüngste 007-Darsteller überhaupt.
Vor seinem Bond-Debüt verdiente er sich sein Geld als Model und mit Fernsehwerbung. Für die 007-Rolle gab es 80.500 US-Dollar, was nach heutigem Geldwert 710.000 US-Dollar (etwa 615.000 Euro) entspricht.
Obwohl man dem Australier einen Vertrag für – je nach Quelle – fünf bis sechs weitere Filme und eine Million US-Dollar (heute acht Millionen US-Dollar bzw. 7,6 Millionen Euro) für „Diamantenfieber“ anbot, der als nächstes gedreht werden sollte, entschied sich Lazenby gegen eine Karriere als Leinwand-Spion. Seine Gründe: Er könne sich nicht genügend kreativ einbringen und wolle lieber andere schauspielerische Möglichkeiten verfolgen.
Der heute 86-jährige Lazenby scheint seine damalige Entscheidung gegen 007 mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Einerseits bereue er laut eigener Aussage nichts, andererseits hat er aber auch schon den schlechten Rat seines Agenten für die Absage an die Bond-Macher verantwortlich gemacht.
In den letzten 50 Jahren war Lazenby zwar durchgängig als Schauspieler aktiv, zur ersten Garde Hollywoods gehört er allerdings nicht. Seine Rollen beschränken sich auf B-Movies und Hongkong-Action-Filme. Auch in TV-Serien wie „Baywatch“ war er zu sehen. Insgesamt hat er sich damit ein Vermögen von geschätzt 20 Millionen US-Dollar (rund 17 Millionen Euro) erspielt.
Der britische Schauspieler Timothy Dalton gab den smarten Bond in den zwei Filmen „Der Hauch des Todes“ (1987) und „Lizenz zum Töten“ (1989).
Im Gegensatz zu Lazenby war Dalton bei seinem Einstieg in die Filmserie bereits ein erfahrener Schauspieler, der in Filmen wie „Flash Gordon“ (1980) und Fernsehserien wie „Drei Engel für Charlie“ (1979) mitgewirkt hatte.
Für seinen ersten 007-Auftritt erhielt er geschätzt drei Millionen US-Dollar, was heute inflationsbereinigt 8,5 MIllionen US-Dollar (7,4 Millionen Euro) wären. Für den zweiten Film soll es dann schon fünf Millionen US-Dollar gegeben haben bzw. 13 Millionen US-Dollar (11 Millionen Euro) nach aktuellem Geldwert. Insgesamt verdiente Dalton damit für seine beiden Bond-Rollen acht Millionen US-Dollar oder inflationsbereinigt 21,5 Millionen US-Dollar (knapp 19 Millionen Euro).
Dalton, der dieses Jahr 80 geworden ist, gelang nach seinen 007-Tagen eine vielfältige Schauspielkarriere. Er wirkte in Filmen wie der Action-Komödie „Hot Fuzz“ (2007) mit, hatte eine Sprechrolle in der Toy-Story-Filmserie und war in dem Netflix-Hit „The Crown“ dabei.
Neben Harrison Ford und Helen Mirren spielte er in der Westernserie „1923“. Dalton ist auch ein angesehener Bühnenschauspieler, der in zahlreichen Shakespeare-Rollen zu sehen war. Alles in allem hat ihm das ein Vermögen von geschätzt zwischen 20 und 25 Millionen US-Dollar (17 bis 22 Millionen Euro) eingebracht.
Der britische Schauspieler David Niven spielte 007 in dem Film „Casino Royale“, der 1967 als Parodie auf die bis dahin erschienenen Bond-Filme herauskam. Der Streifen gehört nicht zum offiziellen Franchise von Eon Productions – der Produktionsfirma, die 1961 für die James-Bond-Filme gegründet wurde. Unter Fans gilt er aber als Kultklassiker.
Wenn es nach dem James-Bond-Autor Ian Fleming gegangen wäre, hätte nicht Sean Connery, sondern Niven die Rolle des Agenten in den ersten Eon-Filmen übernommen. Denn der Oscar-Preisträger, der in vielen seiner Rollen den klassischen britischen Gentleman gab, war Flemings erste Wahl.
Man weiß nicht genau, wie viel Niven für seine komödiantische Darstellung des Kultcharakters Bond verdiente. Schätzungen gehen aber von etwa einer Million US-Dollar aus, was nach heutigem Geldwert 9,6 Millionen US-Dollar (8,3 Millionen Euro) entspricht.
Der 1910 geborene Niven drehte mehr als 100 Filme – unter anderem war er in mehreren „Pink Panther“-Filmen dabei – und gilt bis heute als britischer Kultschauspieler. Ab den frühen 1980er-Jahren litt er an der Motoneuron-Krankheit ALS; 1983 verstarb er im Alter von 73 Jahren.
Inflationsbereinigt entsprach sein Vermögen zum Zeitpunkt seines Todes nach heutigem Geldwert 100 Millionen US-Dollar (rund 87 Millionen Euro).
Roger Moore spielte James Bond in sieben Filmen: „Leben und sterben lassen“ (1973), „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974), „Der Spion, der mich liebte“ (1977), „Moonraker – Streng geheim“ (1979), „In tödlicher Mission“ (1981), „Octopussy“ (1983) und „Im Angesicht des Todes“ (1985).
Bereits vor seinem ersten 007-Auftritt war der britische Schauspieler ein etablierter Film- und Fernsehstar. Der Durchbruch gelang ihm 1962 mit der britischen Krimiserie „Simon Templar“.
Für seinen ersten Bond-Film bekam Moore eine Million US-Dollar, was heute etwa 7,1 Millionen US-Dollar (6,2 Millionen Euro) entsprechen würde. Bei seinem letzten Auftritt in „Im Angesicht des Todes“ kassierte er 7,5 Millionen US-Dollar oder inflationsbereinigt 22 Millionen US-Dollar (rund 19 Millionen Euro). Sein Gesamtgehalt als Bond liegt bei geschätzt 24,3 Millionen US-Dollar. Heute wäre das die stolze Summe von 91,5 Millionen US-Dollar (rund 79 Millionen Euro).
Nach seiner Zeit als Bond widmete sich Moore wohltätigen Projekten. 1991 wurde er UNICEF-Botschafter und 2003 wurde er von Königin Elisabeth II. für seine karitativen Verdienste zum Ritter geschlagen.
Mit Schauspielerei beschäftigte sich Moore nur noch sporadisch. Seine letzte Rolle war in einem Fernsehfilm, der auf der „Simon Templar“-Serie basierte, die ihn berühmt gemacht hatte. Der an Krebs erkrankte Schauspieler war nur zwei Monate vor Veröffentlichung des Films im Jahr 2017 verstorben.
Zu seinem Todeszeitpunkt belief sich sein Vermögen geschätzt auf 110 Millionen US-Dollar, was nach heutigem Geldwert 146 Millionen US-Dollar (rund 126 Millionen Euro) entspricht.
Der britische Schauspieler Daniel Craig war der bislang letzte Bond-Darsteller – mit Hauptrollen in „Casino Royale“ (2006), „Ein Quantum Trost“ (2008), „Skyfall“ (2012), „Spectre“ (2015) und „Keine Zeit zu sterben“ (2021).
Vor seiner lukrativen 007-Rolle hatte sich Craig in seinem Heimatland mit der BBC-Serie „Our Friends in the North“ (1996) einen Namen gemacht. In den Folgejahren war er regelmäßig auch in großen Hollywood-Produktionen gefragt.
Für „Casino Royale“ verdiente er vor 20 Jahren geschätzt 3,2 Millionen US-Dollar, was heute inflationsbereinigt 5,1 Millionen US-Dollar (4,4 Millionen Euro) wären. Mit jedem Folgefilm stieg die Gage ordentlich an und für seinen letzten Bond-Auftritt im Jahr 2021 kassierte er 25 Millionen US-Dollar oder nach heutigem Geldwert 29 Millionen US-Dollar (rund 25 Millionen Euro).
Insgesamt brachte ihm die Rolle 76 Millionen US-Dollar ein – wenn man Boni und Werbeverträge berücksichtigt, sogar noch mehr. Inflationsbereinigt sind das mindestens 100 Millionen US-Dollar (87 Millionen Euro).
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Vom Spion zum Detektiv: Seit seinem Bond-Ausstieg hatte Craig mit der Rolle des Ermittlers Benoit Blanc in der Netflix-Filmreihe „Knives Out“ großen Erfolg. Bisher gab es zwei Filme der Krimikomödie, ein dritter Teil ist in Planung – und der britische Schauspieler soll dafür insgesamt 125 Millionen US-Dollar (108 Millionen Euro) (vor Steuern) kassiert haben.
Das Vermögen des 58-jährigen Stars wird auf über 160 Millionen US-Dollar (139 Millionen Euro) geschätzt.
Der irische Schauspieler Pierce Brosnan war in vier Bond-Filmen zu sehen: „GoldenEye“ (1995), „Der Morgen stirbt nie“ (1997), „Die Welt ist nicht genug“ (1999) und „Stirb an einem anderen Tag“ (2002). In den 1980er-Jahren war er als Detektiv „Remington Steele“ sehr erfolgreich auf den Fernsehbildschirmen unterwegs; 1993 hatte er eine der Hauptrollen in der Hit-Komödie „Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen“.
Die Angaben zu den Gagen für seine Bond-Rollen variieren. Laut der Website „Celebrity Net Worth“ erhielt er für „GoldenEye“ vier Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt etwa 8,1 Millionen US-Dollar bzw. 7 Millionen Euro). Für die folgenden wurde es sukzessive mehr, bis der Ire bei „Stirb an einem anderen Tag“ schließlich 16,5 Millionen US-Dollar einstreichen konnte, was heute 29 Millionen US-Dollar (25 Millionen Euro) wären. Insgesamt verdiente Brosnan in seinen Bond-Jahren geschätzt 41,4 Millionen US-Dollar bzw. 78 Millionen US-Dollar (68 Millionen Euro) nach heutigem Geldwert.
Seit Bond hat der 73-jährige Brosnan in einer ganzen Reihe von Filmen mitgespielt – von der Musikkomödie „Mamma Mia!“ (2008) und ihrer Fortsetzung bis zum Superhelden-Blockbuster „Black Adam“ (2022).
Insgesamt hat er sich mit der Schauspielerei ein Gesamtvermögen von geschätzt 200 Millionen US-Dollar (173 Millionen Euro) verdient.
Sean Connery ist für viele bis heute der ultimative Bond, der als erster Schauspieler den Geheimagenten 007 auf der Leinwand zum Leben erweckte. Auf die Premiere in „James Bond jagt Dr. No“ (1962) folgten sechs weitere Filme als 007: „Liebesgrüße aus Moskau“ (1963), „Goldfinger“ (1964), „Feuerball“ (1965), „Man lebt nur zweimal“ (1967), „Diamantenfieber“ und „Sag niemals nie“ (1983).
Für seinen ersten Bond-Film erhielt Connery eine bescheidene Gage von 17.000 US-Dollar, was nach heutigem Geldwert 181.000 US-Dollar (157.000 Euro) entspricht. Seine lukrativste Rolle war sein vorletzter 007-Film, „Diamantenfieber“, für den er 6,7 Millionen US-Dollar kassierte oder inflationsbereinigt heute 53 Millionen US-Dollar (46 Millionen Euro).
Insgesamt verdiente er geschätzt 12,2 Millionen US-Dollar mit dem Bond-Franchise. Das ergäbe heute die sehr ordentliche Summe von 87,4 Millionen US-Dollar (76 Millionen Euro).
Nach seiner Bond-Ära wirkte Connery in einer ganzen Reihe erfolgreicher Filme mit und etablierte sich auch als Charakterdarsteller. Zu seinen herausragenden Rollen gehören „Highlander – Es kann nur einen geben“ (1986), „Der Name der Rose“, „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989) und „Jagd auf Roter Oktober“ (1990). Für seine Rolle in „Die Unbestechlichen“ (1987) erhielt er den Oscar als bester Nebendarsteller.
Connery starb 2020 im Alter von 90 Jahren. Zum Zeitpunkt seines Todes hatte er ein Vermögen von 350 Millionen US-Dollar, was nach heutigem Geldwert 440 Millionen US-Dollar (381 Millionen Euro) entspricht.
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