Haben Sie auch eine Schublade, die als Friedhof für alte Handys dient? Diese Zeugen Ihrer technischen Vergangenheit könnten sich heute auszahlen, denn Sammler geben inzwischen viel Geld für die begehrtesten Modelle aus. Limitierte Auflagen, Kult-Handys mit (damals) innovativem Design oder bahnbrechender technischer Ausstattung sowie neuwertige Exemplare in Originalverpackung erzielen dabei die höchsten Preise. Aber auch beliebte Geräte, die jeder hatte, bringen durchaus noch anständige Summen.
Ob die ersten Riesen-Mobiltelefone aus den 1980er-Jahren oder die schnittigen Klapphandys nach der Jahrtausendwende – diese 25 Retro-Handys sind mehr wert, als man denkt. Was haben Sie davon noch zu Hause?
Geldbeträge wurden von US-Dollar in Euro umgerechnet und gerundet.
Adaptiert von Barbara Geier
Im Jahr 2000 wurde das Blackberry zum absoluten mobilen Statussymbol, das von Geschäftsleuten bis hin zu Promis wie Paris Hilton und Pharrell Williams durch die Gegend getragen wurde. Das iPhone setzte dem Coolness-Faktor des Blackberry ein Ende. Das Gerät wurde vom Markt verdrängt und wird nicht mehr unterstützt.
Alte Blackberry-Geräte sind in der Regel nicht viel wert, haben aber einen gewissen Nostalgiewert. Ein BlackBerry 7230 aus dem Jahr 2003 wurde im März 2025 für 70 US-Dollar (rund 60 Euro) auf eBay verkauft. Laut dem Gründer des britischen Mobile Phone Museums, Ben Wood, können ausgefallenere Varianten wie die Porsche-Edition relativ hohe Preise erzielen.
Wer erinnert sich noch an dieses Teil? Als das stylische und superdünne Motorola Razr V3 2003 auf den Markt kam, wurde das Klapphandy mit der Metalloberfläche sofort zum Hit und verkaufte sich wie warme Semmeln.
Mehr als 20 Jahre später ist dieser Klassiker laut der US-Website „Nerdable“ bis zu 100 US-Dollar (knapp 90 Euro) wert. In neuwertigem Zustand kann das Modell sogar mehrere hundert Euro einbringen.
Wie sich die Vorlieben ändern: Während heute viele Verbraucher bei Ihren Mobiltelefonen Wert auf möglichst große Bildschirme legen, waren vor noch nicht allzu langer Zeit winzige Handys ein Must-have. In den Nullerjahren, bevor das iPhone die Nutzergewohnheiten komplett veränderte, war kleiner besser:
Das Pantech C300 war etwa so groß wie eine Kreditkarte und wurde bei seiner Markteinführung 2006 als das kleinste Klapphandy der Welt angepriesen. Eine funktionstüchtige Version dieses Geräts wurde vor Kurzem auf eBay für 110 US-Dollar (rund 95 Euro) verkauft. Zuletzt wurde ein weiteres Exemplar auf eBay für 139 US-Dollar (120 Euro) angeboten.
Mit über 126 Millionen verkauften Geräten ist das Nokia 3310 eines der meistverkauften Mobiltelefone aller Zeiten. Nutzer waren von seiner Robustheit, langen Akkulaufzeit und Zuverlässigkeit begeistert. Es kam im Jahr 2000 auf den Markt und hat eine ganze Generation geprägt.
Obwohl es so viele davon gibt, kann ein altes Nokia 3310 laut den Experten von „Nerdable“ bis zu 200 US-Dollar (rund 175 Euro) wert sein. Modelle in Originalverpackung erzielen die höchsten Preise.
So sah „Handlichkeit“ in den frühen 80ern aus. Das allererste Nokia-Mobiltelefon hieß Mobira Talkman und wurde für den skandinavischen Markt entwickelt. Trotz seines hohen Gewichts, großen Gehäuses und horrenden Originalpreises verkaufte sich das Gerät gut. Selbst die Meldung, dass das Telefon bei Gesprächen Strahlung abgibt, hielt Kunden nicht davon ab, für diesen Telefon-Klotz ein Drittel dessen auszugeben, was ein Auto damals kostete.
Heute wird der Nokia Mobira Talkman für 270 US-Dollar (gut 230 Euro) verkauft. Die britische Variante, das Vodafone VT1, ist mit 670 US-Dollar (580 Euro) deutlich mehr wert.
Wir bleiben beim Nokia Mobira: Das Cityman-900-Gerät aus dem Jahr 1987 galt als erstaunlich kompakt und leicht. Der damalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow wurde kurz nach der Markteinführung mit dem Handy fotografiert, was dem Telefon den Spitznamen „Gorba“ einbrachte.
2025 wurde ein Cityman 900 auf eBay für 325 US-Dollar (rund 280 Euro) verkauft. Da bei diesem Exemplar der Akku fehlte, dürfte ein komplettes Gerät einiges mehr wert sein. Ein Gerät mit Zubehör stand zuletzt für 550 US-Dollar (knapp 480 Euro) zum Verkauf.
Das 7280 ist eine der auffälligeren Kreationen von Nokia. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem Kosmetikutensil wurde es auch „Lippenstift-Telefon“ genannt. Das schicke Handy kam als Teil der Fashion Collection des finnischen Unternehmens 2004 auf den Markt.
Heutzutage hat dieses Vintage-Handy mit dem besonderen Design laut Experten einen Wert von bis zu 325 US-Dollar (rund 280 Euro).
Das Besondere am Nokia 5510 aus dem Jahr 2001? Seine längliche Form, die komplette (im Englischen) genutzte QWERTY-Tastatur und seine Musikfunktionen. Genau wie das „Lippenstift-Modell“ gehört es zu den Designs des finnischen Technologieunternehmens, die sich abseits der Norm bewegten.
Vielleicht ist es deshalb so begehrt und wertvoll. Ein originalverpacktes Exemplar erzielte in der jüngeren Vergangenheit auf eBay 330 US-Dollar (rund 290 Euro). Auch gebrauchte Exemplare werden auf der Plattform für nicht viel weniger verkauft.
Das T68i von Sony Ericsson kam als erstes Massenmarkt-Mobiltelefon mit Farbbildschirm im Jahr 2001 raus. Für die damalige Zeit war es sehr funktionsreich – mit Bluetooth, E-Mail, Multimedia-Nachrichten und vielem mehr.
Angesichts der Beliebtheit dieses Handys sind heute ziemlich viele davon auf dem Markt. Laut „Nerdable“ kann ein Exemplar in gutem Zustand aber dennoch bis zu 400 US-Dollar (rund 350 Euro) erzielen.
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Hier haben wir etwas Schickes für alle Fashionistas. Das LG Prada, auch bekannt als „PRADA Phone by LG (KE850)“, kam 2007 raus. Das erste Touchscreen-Smartphone, für das kein Eingabestift benötigt wurde, war noch vor dem iPhone auf dem Markt.
Das Apple-Produkt sah dieser High-End-Designerkollaboration auffällig ähnlich – so sehr, dass der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von LG sogar davon sprach, dass Apple das Prada-Telefon kopierte, nachdem der Prototyp im Jahr 2006 einen Designpreis gewonnen hatte.
All das macht das LG Prada als Sammlerstück sehr attraktiv: Auf eBay wird es für bis zu 400 US-Dollar (rund 350 Euro) gehandelt.
Das Samsung BlackJack, oder Samsung SGH-i607, aus dem Jahr 2006 wurde für den US-amerikanischen und australischen Markt entwickelt. Das Gerät war offensichtlich vom Blackberry inspiriert und führte zu einem Rechtsstreit über die Ähnlichkeit im Aussehen, der letztendlich außergerichtlich beigelegt wurde.
Laut der britischen Zeitung „The Sun“ werden BlackJack-Exemplare für 400 US-Dollar (rund 350 Euro) verkauft. Könnte sich also auf eBay lohnen ...
Das Motorola 3200 aus dem Jahr 1992 war das erste GSM-Handy (Global System for Mobile Telecommunications) und wurde schnell zu einem der beliebtesten tragbaren Geräte der Welt. In Deutschland war es zum Zeitpunkt seines Launches für – damals – etwa 3.000 Mark zu haben. Bis Ende 1993 war dieser „Knochen“ in Großbritannien beispielsweise zum günstigsten Mobiltelefon geworden, das für 199 Pfund plus MwSt. im Handel erhältlich war. Nach heutigem Geldwert wären das umgerechnet 485 Euro.
Laut der britischen Website „Mobile Phone History“ ist das Motorola 3200 ein begehrtes Sammlerstück, da es das einzige seiner Art ist, das in bestimmten Ländern, darunter Großbritannien, noch verwendet werden kann. 2025 wurde ein noch neu verpacktes Modell auf eBay für 465 US-Dollar (gut 400 Euro) verkauft.
Das T-Mobile Sidekick war ein Vorläufer des modernen Smartphones der frühen Nullerjahre. Es galt als stylisch, innovativ und überhaupt total cool. Wie der Blackberry waren das Sidekick und seine Nachfolger für Promis aller Art, von Rappern bis Reality-TV-Stars, ein absolutes Must-have.
Ein Sidekick II aus dem Jahr 2004 wurde vor Kurzem bei eBay für 475 US-Dollar (410 Euro) verkauft. Die rosafarbene Juicy-Couture-Variante wird für bis zu 800 US-Dollar (knapp 700 Euro) gehandelt.
Das Ericsson GH 198 kam 1993 auf den Markt und ist eines der beliebtesten frühen Klapphandys. Das Modell wurde damals als sehr zuverlässig gelobt – mit Empfang selbst an den abgelegensten Orten.
Heute sind Exemplare in gutem Zustand laut „Nerdable“ bis zu 500 US-Dollar (430 Euro) wert.
1996 setzte Motorola mit dem StarTAC neue Maßstäbe. Das kleinste damals erhältliche Mobiltelefon war das erste Klapphandy für den Massenmarkt, dessen Design zahlreiche Nachahmer inspirierte.
Das Handy ist kein seltenes Sammlerstück, da es sich 60 Millionen Mal verkaufte. Laut „Nerdable“ kann ein gut erhaltenes Exemplar dennoch bis zu 500 US-Dollar (430 Euro) wert sein.
1994 brachte Motorola sein Modell International 5200 mit einem Klapp-Mikrofon heraus, das viele Nachahmer fand.
Diese nicht aufklappbare Variante von Bosch aus dem Jahr 1995 ist heute ziemlich begehrt. 2025 wurde ein Modell in Originalverpackung für 535 US-Dollar (460 Euro) auf eBay verkauft.
1989 schrieb Motorola Handygeschichte, als das Unternehmen mit dem MicroTAC 9800X das erste aufklappbare Mobiltelefon der Welt auf den Markt brachte. Das Gerät – das kleinste und leichteste seiner Art – war damals ein futuristisches Wunderwerk und revolutionierte das Design von Handys. Verkauft wurde es zu einem Preis, der heute rund 5.200 Euro entsprechen würde.
Aktuell ist das Motorola MicroTAC 9800X zwar nicht mehr ganz so viel wert, wird aber dennoch auf 870 US-Dollar (750 Euro) geschätzt.
Abgesehen von Motorola, das in den 1990er-Jahren mit einigen Innovationen auffiel, brachte auch Siemens die Mobilfunktechnologie voran. 1997 machte sich das Unternehmen mit dem S10 als erstem Mobiltelefon mit Farbbildschirm einen Namen. Wie andere bahnbrechende Handys ist es daher bei Sammlern sehr beliebt.
Laut „Nerdable“ ist das Modell bis zu 1.000 US-Dollar (870 Euro) wert.
Das multitaskingfähige Nokia 9000 Communicator Gerät kam 1996 auf den Markt und war eines der ersten Handys, das dank seiner Fähigkeiten heute als Smartphone gilt: Man konnte SMS und E-Mails versenden, hatte Zugriff auf einen Taschenrechner, ein digitales Adressbuch und mehr.
Vom Hersteller wurde es als „Büro im Westentaschenformat“ angepriesen. Heute erzielt der Communicator noch bis zu 1.000 US-Dollar (870 Euro).
Das Technophone Excell PC105T aus dem Jahr 1986 war seiner Zeit weit voraus. Es wurde von seinem britischen Hersteller als das erste Mobiltelefon beworben, das in eine Hemdtasche passt. Mit einem Preis, der heute umgerechnet rund 6.900 Euro entspricht, war es für die meisten Menschen aber unerschwinglich.
Sein aktueller Wert ist um einiges niedriger, liegt aber dennoch bei 2.010 US-Dollar (mehr als 1.700 Euro).
Das Motorola DynaTAC 8000X wurde in den 1980er-Jahren von hochbezahlten Managern und Early Adoptern, denen keine neue Technologie zu teuer ist, durch die Gegend „geschleppt“. 1984 war es für das Äquivalent von heute rund 10.700 Euro auf den Markt gekommen.
Seit heutiger Wert liegt um einiges unter dieser horrenden Summe, 2023 wurde ein Exemplar allerdings für immerhin 2.300 US-Dollar (rund 2.000 Euro) verkauft. In jüngerer Vergangenheit ging es bei eBay für rund 1.500 US-Dollar (1.300 Euro) über den Tisch.
Das 7700 aus dem Jahr 2003 ist ein weiteres auffällig designtes Nokia-Gerät, dessen ungewöhnliche Form ihm den Spitznamen „Elefantenohr“ einbrachte. Das Gerät war Teil der N-Gage-Serie des finnischen Herstellers und als mobile Konsole konzipiert, mit der man telefonieren konnte. Bei den Verbrauchern kam das nicht an, denn das Projekt wurde nach nur zwei Modellen dieser Art eingestellt.
Nokia 7700-Exemplare sind heute geschätzt bis zu 2.700 US-Dollar (2.300 Euro) wert.
Der IBM Simon Personal Communicator – kurz: IBM Simon – kam 1993 auf den Markt und gilt als das erste echte Smartphone. Das bahnbrechende Gerät bot für die damalige Zeit sehr viele Funktionen und war IBMs Versuch, einen Computer zu entwickeln, der in eine Hemdtasche passt. Vermarktet wurde es daher als eine Kombination aus PDA (Personal Digital Assistant) und Handy.
Da nur 50.000 IBM-Simon-Exemplare produziert wurden, ist das Gerät heute sehr begehrt und erzielt laut Experten bei Sammlern bis zu 3.350 US-Dollar (2.900 Euro).
Das Nokia N91 von 2005 war ein Mobiltelefon für Musikfans, denn es bot eine sehr gute Klangqualität, spezielle Musiktasten und andere Innovationen für Nutzer, die lieber hören statt reden oder schreiben wollten. Es war das einzige Nokia-Handy mit einer Festplatte, die mit einer Speicherkapazität von 4 GB Platz für 3.000 Songs lieferte.
Ein Modell in Originalverpackung wurde 2025 auf eBay für 5.359 US-Dollar (4.600 Euro) verkauft. Auch gebrauchte Versionen finden auf dem Vintage-Markt – zu niedrigeren Preisen – ihre Interessenten.
Das iPhone der 1. Generation von Apple aus dem Jahr 2007 stellte die Handybranche (und – im Rückblick – auch unsere Welt) auf den Kopf. Das ursprüngliche 4-G-Modell ist das unter Sammlern begehrteste.
2023 erzielte ein noch originalverpacktes Exemplar bei einer Auktion den Wahnsinnsbetrag von 190.372 US-Dollar (rund 165.000 Euro), was fast das 400-Fache des ursprünglichen Preises ist. Ein nicht aktiviertes Exemplar wurde auf eBay jüngst für 5.600 US-Dollar (mehr als 4.800 Euro) verkauft und auch gebrauchte iPhones der 1. Generation können je nach Zustand noch bis zu 1.700 US-Dollar (knapp 1.500 Euro) wert sein.
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