Für Spitzensportler ist die Branche ein lukratives Geschäft. Die Stars können mit der Ausübung ihres Sports ein Vermögen verdienen und daneben die Kasse auch mit Werbeverträgen auffüllen, die oft Millionen einbringen.
Es gibt aber auch immer wieder Beispiele von schlechten Entscheidungen abseits des Stadions, die erfolgreiche Athletinnen und Athleten vom Reichtum in den finanziellen Ruin geführt haben.
Von Tennis-Helden bis Fußball-Stars: Erfahren Sie hier, warum einst millionenschwere Ikonen ihr Vermögen wieder verloren haben – auch in der deutschen Sportwelt ...
Adaptiert von Barbara Geier und Ina Hieronimus
Der brasilianische Stürmer Aílton Gonçalves da Silva, in Deutschland nur unter seinem Vornamen bekannt, war Anfang der 2000er-Jahre einer der größten Stars der Bundesliga. Bei Werder Bremen schrieb er 2004 Geschichte: Mit 28 Treffern schoss der Fußballer den Verein zum Double aus Meisterschaft und Pokal und wurde als erster ausländischer Profi zum „Fußballer des Jahres“ in Deutschland gewählt.
Doch nach dem Karrierehöhepunkt begann ein ständiger Vereinswechsel. Aílton spielte unter anderem in Katar, der Türkei, Mexiko und China – meist auf der Suche nach dem nächsten großen Vertrag.
Der erhoffte Reichtum blieb aber aus. Trotz Millionen-Einnahmen in seiner aktiven Zeit geriet der Ex-Profi später in finanzielle Schwierigkeiten. In Interviews räumte Aílton ein, viel Geld ausgegeben und schlecht gewirtschaftet zu haben. Es folgten mehrere TV-Auftritte: 2012 zog er ins „Dschungelcamp“, 2020 nahm er an der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ teil und zuletzt war er 2025 bei „Kampf der Realitystars“ auf RTL II zu sehen.
Heute lebt der einstige Torjäger wieder in Brasilien. Von seinem früheren Bundesliga-Glamour ist allerdings offenbar wenig übrig.
Da der Name von O.J. Simpson mit einem der spektakulärsten Kriminalfälle des 20. Jahrhunderts verbunden ist, wird manchmal fast vergessen, dass er in den 1970er-Jahren ein bekannter American-Football-Star war.
Dank seines Könnens auf dem Spielfeld und verschiedener Werbeverträge hatte Simpson Anfang der 1990er-Jahre elf Millionen US-Dollar auf der Bank, was nach heutigem Geldwert der stolzen Summe von 26 Millionen US-Dollar (ca. 22 Millionen Euro) entspricht.
Nachdem er 1994 wegen Mordes an seiner Ex-Frau Nicole Brown Simpson und ihrem Freund Ron Goldman angeklagt worden war, verflüchtigte sich sein Vermögen allerdings sehr schnell.
Simpson (hier vor Gericht) wurde in einem umstrittenen Verfahren freigesprochen und ein Großteil seines Vermögens ging für die Prozesskosten drauf. Seine finanzielle Notlage verschlimmerte sich 1997 noch, als er in einem Zivilprozess der Morde für schuldig befunden wurde und 33,5 Millionen US-Dollar Schadenersatz an die Familien der Opfer zahlen musste. Das wären heute 65,5 Millionen US-Dollar (rund 56 Millionen Euro).
Seine Bemühungen, wieder zu Geld zu kommen, brachten den ehemaligen Football-Spieler vom Regen in die Traufe: Im Jahr 2008 wurde er wegen bewaffneten Raubüberfalls und Geiselnahme zu einer Haftstrafe von 33 Jahren verurteilt. 2017 wurde er vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Im April 2024 starb er.
Der deutsche Fußballspieler und -trainer Werner Lorant wurde als „beinharter“ Verteidiger und später als sehr erfolgreicher Trainer des TSV 1860 München bekannt. Er führte die „Löwen“ von der Bayernliga in die Bundesliga und sorgte 2000 für die Champions-League-Qualifikation. Mit seinen markanten Sprüchen erreichte Lorant Kultstatus.
Doch die Glanzzeiten im deutschen Fußball hinterließen keine finanzielle Sicherheit. Nach seinem Abschied von 1860 München geriet Lorant zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten.
Trotz seiner Erfolge als Trainer war das Geld knapp. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung 2010 machte Lorant dafür seinen zehnjährigen Irrlauf durch diverse Länder und Ligen verantwortlich, als er nach seiner Entlassung in München von Verein zu Verein zog.
Nachdem sein Haus in München zwangsversteigert wurde, wohnte Lorant eine Zeit lang auf Mallorca, in den Sommermonaten kam er in einem Appartement auf einem Campingplatz in Waging am See unter.
Zuletzt lebte er in einem Seniorenheim. Im April 2025 starb er im Alter von 76 Jahren in Wasserburg am Inn.
Der 2021 verstorbene Box-Champion Leon Spinks war einer der wenigen in diesem Sport, die den legendären Muhammad Ali besiegen konnten. Im Februar 1978 boxte sich Spinks in Las Vegas gegen den alternden Ali, der mit einem leichten Kampf gerechnet hatte, zum Weltmeistertitel im Schwergewicht (Bild). Millionen auf der Bank waren die Belohnung.
Der Ruhm des vielversprechenden jungen Boxers war jedoch nur von kurzer Dauer. Stattdessen folgten Drogenabhängigkeit und Schulden.
1986 wurde bekannt, dass Spinks Gläubigern 301.000 US-Dollar schuldete. Das sind nach heutigem Geldwert 863.000 US-Dollar (rund 743.000 Euro). Spinks gab damals an, dass sein Vermögen von 4,5 Millionen US-Dollar – heute 12,9 Millionen US-Dollar (11 Millionen Euro) – auf Kleidung im Wert von 500 US-Dollar und ein monatliches Einkommen von 1.600 US-Dollar geschrumpft war.
Der ehemalige Weltmeister arbeitete laut Medienberichten als Reinigungskraft in einer Jugendherberge und schob Schichten in einem McDonald’s. Im Jahr 2021 starb er an Krebs.
Der ehemalige US-Leichtathletik-Star Marion Jones hatte alles – und verlor alles. Nach ihrem Erfolg bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, wo sie als Läuferin und Weitspringerin insgesamt drei Goldmedaillen und zwei Bronzemedaillen gewann, buhlten Top-Marken wie Nike um Jones.
Auf der Titelseite der US-Ausgabe der Modezeitschrift „Vogue“ wurde sie als „neue amerikanische Heldin“ gefeiert.
Nur vier Jahre später verkehrte sich der Erfolg in eine Tragödie. 2004 vermeldete ihr Trainer Victor Conte, dass er Jones vor ihren Olympiasiegen leistungssteigernde Mittel verabreicht habe. Auch ihr Ex-Ehemann behauptete, er habe sie bei der Einnahme von Steroiden gesehen.
Die Sportlerin stritt die Anschuldigungen zunächst ab, bevor sie drei Jahre später ihre Doping-Vergehen eingestand. Sie verlor ihre lukrativen Werbeverträge und musste ihre olympischen Medaillen zurückgeben sowie einige ihrer Preisgelder zurückzahlen. Auch ihr 2,2-Millionen-Euro-Anwesen in North Carolina und ein Haus, das sie für ihre Mutter gekauft hatte, gingen drauf. 2007 musste sie Insolvenz anmelden. Und nicht nur das: Da sie im Rahmen ihres Doping-Verfahrens zweimal unter Eid gelogen hatte, wurde sie 2008 zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt.
Die 2020 verstorbene argentinische Fußball-Ikone Diego Maradona gilt nach wie vor als einer der größten Fußballspieler aller Zeiten. Seine überragenden fußballerischen Fähigkeiten haben dem Mittelfeldspieler, der 1986 mit Argentinien Weltmeister wurde, Millionen eingebracht.
Wie sich herausstellte, war Maradona allerdings kein Fan davon, Steuern zu zahlen, was ihm zum Verhängnis werden sollte.
2009 meldeten sich die italienischen Steuerbehörden bei Maradona, der von 1984 bis 1991 in Neapel gespielt hatte, und forderten die Zahlung von 54 Millionen US-Dollar Steuerschulden. Das entspricht heute 79 Millionen US-Dollar (68 Millionen Euro). Maradona musste Insolvenz anmelden.
Zum Zeitpunkt seines Todes soll er noch 99.000 US-Dollar (85.000 Euro) auf der Bank gehabt haben.
Die US-amerikanische Baseball-Legende Roland Fingers, genannt „Rollie“, war ein erfolgreicher Werfer, der bei seinem Rücktritt vom aktiven Sport 1985 angeblich ein Vermögen von 1,1 Millionen US-Dollar sein Eigen nannte. Das wären heute 3,2 Millionen US-Dollar (2,8 Millionen Euro).
Fingers, der zuletzt bei den Milwaukee Brewers gespielt hatte und in die Baseball Hall of Fame aufgenommen worden war, musste jedoch nur vier Jahre später Insolvenz anmelden. Gläubiger forderten mehr als vier Millionen US-Dollar von ihm, was nach heutigem Geldwert 10,1 Millionen US-Dollar (8,7 Millionen Euro) entspricht.
Was war dem Sportler mit dem markanten Schnurrbart zum Verhängnis geworden? Eine Reihe von Fehlinvestitionen, darunter Pistazienfarmen, Windkraftanlagen und sogar eine Herde arabischer Pferde. Fingers zahlte seine Schulden ab, indem er als Verkäufer von Baseballkarten arbeitete und die Bank seine Pferde pfändete.
Im Jahr 2007 geriet er erneut in finanzielle Schwierigkeiten, als er in einen Steuerskandal verwickelt wurde. Der ehemalige Baseballspieler konnte seine Unschuld allerdings letztendlich beweisen und die Ermittlungen wurden eingestellt.
Mike Tyson, einer der größten Boxer aller Zeiten, hat mit seinen Kämpfen und Werbeverträgen schätzungsweise 430 Millionen US-Dollar verdient. Nach heutigem Geldwert entspricht das etwa 700 Millionen US-Dollar (gut 600 Millionen Euro). Man sollte meinen, das ist mehr als genug für ein komfortables Leben. Es stellte sich allerdings heraus, dass Tyson nicht gut mit Geld umgehen konnte.
Er verprasste einen Großteil seines Vermögens für eine Reihe extravaganter Anschaffungen, wie beispielsweise eine Badewanne aus 24-karätigem Gold für 2,2 Millionen US-Dollar und drei weiße bengalische Tiger, die jeweils 70.000 US-Dollar gekostet haben sollen.
Tysons verschwenderischer Lebensstil ging mit seiner Drogensucht und Gefängnisaufenthalten eine schlechte Verbindung ein, sodass der Schwergewichtschampion 2003 Insolvenz anmelden musste. Laut eigenen Angaben hatte er Schulden in Höhe von 23 Millionen US-Dollar, was heute umgerechnet 39,3 Millionen US-Dollar (knapp 34 Millionen Euro) wären.
Nach einem Drogenentzug änderte Tyson seinen Lebensstil und arbeitete daran, seine finanzielle Situation zu verbessern. Sein Vermögen soll sich heute auf zehn Millionen US-Dollar (8,6 Millionen Euro) belaufen.
In den 1970er- und frühen 1980er-Jahren war Björn Borg ein absoluter Tennisstar. Der Schwede gewann insgesamt elf Grand-Slam-Titel, darunter fünfmal in Folge in Wimbledon und sechsmal bei den French Open.
Mit seiner stoischen Art und seinem unverwechselbaren Spielstil wurde er weltweit gefeiert und zählte zu den bestverdienenden Sportlern seiner Zeit.
Doch nach seinem überraschenden Rücktritt vom Profitennis mit nur 26 Jahren änderte sich Borgs Leben drastisch. Die Millionen, die er auf dem Court verdient hatte, schmolzen offenbar dahin. Riskante Investments und ein luxuriöser Lebensstil führten dazu, dass Borg Anfang der 1990er-Jahre kurz vor dem Bankrott stand. Obwohl sein Vermögen gegen Ende seiner Karriere auf mehrere Millionen US-Dollar geschätzt wurde, meldete er 1996 Insolvenz an.
Heute hat sich die Lage für die Tennislegende wieder stabilisiert. Borg betreibt unter anderem erfolgreich seine eigene Unterwäsche- und Mode-Marke.
Johnny Unitas, der 2002 verstarb, war einer der ganz großen American-Football-Spieler. Der Mann, der den Beinamen „The Golden Arm“ trug, führte die Baltimore Colts zum Gewinn des Super Bowl.
Der legendäre Quarterback mit dem goldenen Arm wurde außerdem zwischen 1959 und 1967 dreimal zum wertvollsten Spieler der NFL (National Football League) gewählt. Seine brillanten Leistungen auf dem Feld konnte Unitas allerdings nicht auf seine Finanzen übertragen.
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Nach seinem Rücktritt im Jahr 1974 machte Unitas eine Reihe unglücklicher Geschäftsentscheidungen, die ihn in den finanziellen Ruin führten. Er hatte unter anderem eine Reihe von Bowlingbahnen und eine Firma gekauft, die Leiterplatten herstellte. Erfolg hatte er damit nicht und 1991 meldete er gemeinsam mit seiner Frau Insolvenz an.
Die Höhe der Schulden betrug damals 3,2 Millionen US-Dollar, was nach heutigem Geldwert 7,4 Millionen US-Dollar (6,4 Millionen Euro) entspricht.
Die US-Amerikanerin Dorothy Hamill eroberte 1976 die Eiskunstlaufwelt im Sturm, als sie sowohl eine Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck gewann als auch Weltmeisterin wurde. Ihre sportlichen Leistungen, gepaart mit ihrer bodenständigen Art, machten sie zu einem Liebling in ihrem Heimatland.
Entsprechend groß war der Schock, als die Eiskunstläuferin 1996 Insolvenz anmeldete – 20 Jahre, nachdem ihr olympischer Erfolg ihr zu Ruhm und Reichtum verholfen hatte.
Aus den Gerichtsunterlagen ging hervor, dass Hamill trotz eines Vermögens von insgesamt 1,3 Millionen US-Dollar 1,6 Millionen US-Dollar Schulden hatte. Das entspricht heute 3,2 Millionen US-Dollar (2,8 Millionen Euro). Die Olympionikin machte ihren Ehemann dafür verantwortlich, von dem sie sich getrennt hatte: Er habe sie geschäftlich schlecht beraten.
Es gab aber auch einige, die Hamill nahestanden, die unter Wahrung ihrer Anonymität die Vorliebe der ehemaligen Eiskunstläuferin für extravagante Ausgaben ins Feld führten. Was auch immer die finanzielle Misere verursacht haben mag, die Amerikanerin hat das Ruder herumgerissen und verfügt heute wieder über ein Vermögen von fünf Millionen US-Dollar (4,3 Millionen Euro).
Auch wenn die bekanntesten Basketball-Stars männlich sind, gibt es zahlreiche weibliche Athleten, die in diesem Sport sehr erfolgreich sind. Sheryl Swoopes ist dafür ein Paradebeispiel. Sie spielte in der Women’s National Basketball Association (WNBA) und verdiente im Laufe ihrer Profikarriere 50 Millionen US-Dollar (rund 43 Millionen Euro).
Mit ihrem langjährigen Verein Houston Comets gewann sie vier WNBA-Meisterschaften und wurde von der WNBA dreimal als „Most Valuable Player“ (wertvollste Spielerin) ausgezeichnet. Auch drei olympische Goldmedaillen stehen in ihrer sportlichen Bilanz. Swoopes war zudem die erste Frau, die mit dem „Nike Air Swoopes“ ihren eigenen Sportschuh hatte.
Trotz all dieser Erfolge musste die US-Amerikanerin aufgrund einer Kombination aus Fehlinvestitionen und schlechtem Finanzmanagement 2004 Insolvenz anmelden.
Die Basketball-Spielerin war gezwungen, die meisten ihrer Trophäen und olympischen Goldmedaillen zu verkaufen, um aus den roten Zahlen zu kommen. Swoopes spielte noch bis 2011 weiter Basketball, ihr ehemaliges Millionenvermögen konnte sie sich aber nicht zurückholen. Ihr heutiges Vermögen wird auf 300.000 US-Dollar (258.000 Euro) geschätzt.
Eishockeyspieler verdienen in den USA typischerweise weniger als Basketball- und Football-Stars. Der Kanadier Darren McCarty erspielte sich in seinen besten Jahren dennoch 15 Millionen US-Dollar (knapp 13 Millionen Euro). 1992 wurde McCarty nach seinem Wechsel zu dem US-Team der Detroit Red Wings berühmt, mit dem er viermal den Stanley Cup gewann. Als sogenannter „Enforcer“, der die Aufgabe hat, gefährliche gegnerische Spieler auszuschalten, erwarb er sich den Ruf eines des besten Eishockeyspielers im Geschäft.
Abseits des Eises fiel McCarty allerdings mit Spielschulden, Suchtproblemen und mehreren gescheiterten geschäftlichen Unternehmungen auf, die ihn in die roten Zahlen brachten.
2006, als McCarty mit einem schlechter bezahlten Vertrag für das kanadische Team der Calgary Flames spielte, meldete er schließlich Konkurs an, mit Schulden in Höhe von 6,2 Millionen US-Dollar. Nach heutigem Geldwert entspricht das 9,7 Millionen US-Dollar (rund 8,4 Millionen Euro).
Heute betreibt der ehemalige Eishockey-Profi seine eigene medizinische Cannabis-Marke und hat ein Vermögen von 500.000 US-Dollar (rund 430.000 Euro).
Eike Immel war einer der bekanntesten deutschen Torhüter der 1980er-Jahre, spielte für Borussia Dortmund, den VfB Stuttgart und stand als Nationalkeeper im Europameister-Team von 1980 (im Bild). Mit seinen Erfolgen verdiente der Profifußballer Millionen und genoss ein Leben im Luxus, das ihn zu einer gefeierten Sport-Ikone machte.
Doch die glänzenden Jahre sind längst vorbei. Nach seinem Karriere-Aus 1997 soll Immel sein ganzes Vermögen verprasst haben. 2008 musste er Privatinsolvenz anmelden. Noch im selben Jahr zog er ins RTL-„Dschungelcamp“, weitere Reality-TV-Auftritte folgten.
Heute lebt der Ex-Profi laut Medienberichten in einer kleinen Wohnung im hessischen Stadtallendorf, seiner Heimatstadt – eingerichtet mit gespendeten Möbeln. Sein monatliches Einkommen: 563 Euro Sozialgeld.
Im August 2025 wurde Immel wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Er soll sich immer wieder Geld von Freunden und Bekannten geliehen und es nicht zurückgezahlt haben (insgesamt 34.000 Euro).
Nachdem der US-amerikanische Football-Spieler Andre Rison seine NFL-Karriere 1989 begonnen hatte, startete er 1995 richtig durch, als er einen 17-Millionen-Dollar-Vertrag mit den Cleveland Browns unterzeichnete. Nach heutigem Geldwert sind das 35 Millionen US-Dollar (rund 30 Millionen Euro). Dazu kamen Werbeverträge mit verschiedenen Marken, sodass der junge Sportler bald in Geld schwamm.
Rison war allerdings auch ein Partylöwe und gab sein Geld sehr großzügig aus. Als er seine professionelle Karriere 2007 beendete, musste er sich gleichzeitig für pleite erklären, da er den Unterhaltszahlungen für seine Kinder nicht mehr nachkommen konnte.
Rison machte die von materiellem Wettbewerb bestimmte Kultur im Spitzensport für seinen finanziellen Ruin verantwortlich: Er habe ständig mit den extravaganten Anschaffungen seiner Teamkollegen mithalten müssen.
2012 gab er in einem Medieninterview an, dass er auf dem Höhepunkt seiner Karriere mindestens eine Million US-Dollar allein für Schmuck ausgab. Inzwischen führt Rison ein wesentlich bescheideneres Leben und hat ein Vermögen von 250.000 US-Dollar (rund 215.000 Euro).
Wie fühlt es sich an, mehr als 100 Millionen US-Dollar zu verlieren? Der ehemalige NFL-Superstar Michael Vick kann diese Frage beantworten. Der Quarterback unterzeichnete 2004 mit den Atlanta Falcons einen 130-Millionen-Dollar Vertrag, der damals alle Rekorde in der Branche brach. Die Summe entspricht heute 216 Millionen US-Dollar (186 Millionen Euro).
Lukrative Werbeverträge mit Marken wie Nike und Coca-Cola brachten noch mehr Geld in die Kasse, sodass Vick 2006 auf Platz zwei der Liste der bestverdienenden US-Sportler landete, mit 25,4 Millionen US-Dollar pro Jahr. Das wären heute 39,6 Millionen US-Dollar (rund 34 Millionen Euro). Dann ging allerdings einiges schief …
Vicks Vertrag, der ihm seine Millionen sicherte, wurde sehr schnell aufgelöst, als er 2007 wegen der Durchführung illegaler Hundekämpfe verurteilt wurde und für fast zwei Jahre ins Gefängnis kam. Es folgte die Pleite mit Schulden in Höhe von rund 18 Millionen Dollar, was nach heutigem Geldwert 26,3 Millionen US-Dollar (knapp 23 Millionen Euro) entspricht.
Nach seiner Haftentlassung gelang ihm zwischen 2009 und 2017 ein NFL-Comeback in bescheidenerem Umfang, bevor er seine Profi-Karriere beendete. Und um zur Eingangsfrage zurückzukommen, wie es sich anfühlt, wenn so viel Geld verrinnt: Vick wird damit zitiert, dass er es aufgrund seines Verhaltens „verdient“ habe, seine Millionen zu verlieren.
Im Laufe seiner elfjährigen Karriere bei den New York Mets (1985-1989) und den Philadelphia Phillies (1989-1996) erspielte sich der US-Baseball-Star Lenny Dykstra ein Vermögen von 58 Millionen Dollar, was heute 84,6 Millionen US-Dollar (rund 73 Millionen Euro) wären. Das allein verhalf ihm aber nicht zu einem glücklichen Leben.
Nach seinem Rücktritt 1998 kämpfte Dykstra mit Drogenproblemen und saß mehrmals wegen Autodiebstahls, Drogenbesitzes und Erregung öffentlichen Ärgernisses im Gefängnis.
2009 erklärte sich Dykstra für bankrott und war laut Medienberichten mit 31 Millionen US-Dollar (heute 45,4 Millionen US-Dollar/39 Millionen Euro) verschuldet. Er musste sein gesamtes Hab und Gut verkaufen. Sein Haus wurde zwangsversteigert, sein Ruf war ruiniert und es ist ihm bis heute nicht gelungen, sich davon zu erholen.
Ronaldinho galt in den 2000er-Jahren als einer der besten Fußballspieler der Welt. Mit dem FC Barcelona gewann der Brasilianer unter anderem die Champions League und wurde 2005 zum Weltfußballer des Jahres gekürt. Durch Verträge, Prämien und Sponsoren verdiente er einst Millionen und führte ein glamouröses Leben voller Luxusvillen, Autos und Partys.
Doch vom Reichtum ist kaum etwas geblieben: Nach seiner Karriere geriet der Weltstar in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten. 2018 wurde bekannt, dass auf Ronaldhinhos Bankkonto in Brasilien zeitweise umgerechnet nur noch sechs Euro waren, während ihm gleichzeitig Millionenstrafen wegen illegaler Bauprojekte drohten.
2020 wurde Ronaldinho zusammen mit seinem Bruder in Paraguay wegen gefälschter Pässe festgenommen und kam für mehrere Monate ins Gefängnis.
Heute lebt der einstige Spitzensportler zwar noch vom Glanz seines Namens und tritt bei Showspielen oder Werbeauftritten auf, doch finanziell ist vom einstigen Superstar nicht mehr viel übrig. Medienberichten zufolge ist Ronaldinho noch immer hoch verschuldet.
Der US-Basketballer Antoine Walker, der von 1996 bis 2008 in der NBA aktiv war und 2005 mit seinem Team Miami Heat die NBA-Meisterschaft gewann, erspielte sich im Laufe seiner Karriere beachtliche 108 Millionen US-Dollar. Heute hätte er damit 157 Millionen US-Dollar (135 Millionen Euro) auf der Bank.
Die Dinge kamen allerdings anders für Walker.
Der ehemalige Basketball-Star gab sein Geld mit vollen Händen aus, unter anderem viele Millionen für zahlreiche Häuser und eine ganze Flotte von Luxusautos. Dazu kamen Spielschulden und eine teure Trennung, sodass Walker 2010 seine Insolvenz erklärte.
Auch mit dem Gesetz geriet er in Konflikt, nachdem er ungedeckte Schecks im Wert von einer Million US-Dollar in Casinos in Las Vegas ausgestellt hatte. Heute verfügt Walker über ein im Vergleich zu seinen vorherigen Millionen bescheidenes Vermögen von 250.000 US-Dollar (215.000 Euro).
Als der amerikanische Football-Spieler Tiki Barber 2006 seine Karriere bei den New York Giants beendete, hatte er mehr als 25 Millionen US-Dollar verdient oder nach heutigem Geldwert 39 Millionen US-Dollar (knapp 34 Millionen Euro). Auch nach der aktiven Laufbahn ging es für den ehemaligen NFL-Star erst einmal vielversprechend weiter. Er wurde vom US-Sender NBC als Football-Experte angeheuert und war auch bei den Olympischen Sommerspielen 2008 und den Olympischen Winterspielen 2010 als Kommentator tätig.
Dann wurde im April 2010 allerdings bekannt, dass Barber eine Affäre mit einer 23-jährigen NBC-Praktikantin hatte.
Einige Wochen später wurde Barber mit dem Verweis auf eine entsprechende Vertragsklausel von dem Fernsehsender gefeuert und noch im selben Jahr reichte seine Frau nach 13-jähriger Ehe die Scheidung ein. Nachdem der ehemalige Sportstar die Abfindung und den Unterhalt für seine Kinder nicht zahlen konnte, meldete er Insolvenz an. Barber versuchte dann, seine Football-Karriere wiederzubeleben, aber es fand sich kein Team, das ihn unter Vertrag nehmen wollte.
Nichtsdestotrotz, heute sieht es so aus, als habe Barber die Situation relativ gut überstanden. Er ist inzwischen mit seiner „Affäre“ verheiratet und hat sich mit Jobs bei einem Sportradiosender und anderen geschäftlichen Unternehmungen saniert. Laut Medienberichten hat er ein Vermögen von 16 Millionen US-Dollar (knapp 14 Millionen Euro).
In den 1980er- und 90er-Jahren war Boris Becker DER deutsche Sportheld. Die ehemalige Nummer eins der Tennisweltrangliste gewann 49 Einzeltitel und sechs Grand Slams sowie eine olympische Goldmedaille.
Zu seinen Zeiten als erfolgreicher Tennis-Profi hatte Becker ein Vermögen von über 100 Millionen Euro, was nach heutigem Geldwert über 200 Millionen Euro wären. Als Spieler verdiente er bei Turnieren etwa 25 Millionen Euro. Dazu kamen mehrstellige Millionen-Einnahmen durch Sponsoren- und Werbeverträge. Trotz dieser Reichtümer meldete der Deutsche in seiner Wahlheimat Großbritannien 2017 Insolvenz an. Zu dem Zeitpunkt soll er um die 60 Millionen Euro Schulden gehabt haben.
Bereits 2002 war Becker wegen Steuerhinterziehung von rund 1,7 Millionen Euro in Deutschland zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 500.000 Euro verurteilt worden. 2001 hatte er vor einem amerikanischen Gericht zudem eine teure Scheidung von seiner ersten Frau Barbara Becker hinter sich gebracht, die ihn mindestens zehn Millionen US-Dollar (entspricht heute 17,7 Millionen US-Dollar/15 Millionen Euro) gekostet hat.
Zudem hatten sich diverse seiner Geschäfte nach der Tenniskarriere als Fehlinvestitionen erwiesen. 2022 wurde Becker von einem Londoner Gericht zu einer Haftstrafe verurteilt, da er seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen hatte.
Aus der Haft wurde er bereits im Dezember 2022 entlassen. Im April 2024 vermeldete sein deutscher Anwalt dann, dass die 2017 eröffnete Privatinsolvenz durch eine Entscheidung des Londoner High Court rechtskräftig beendet wurde. Damit ist der jüngste Wimbledon-Sieger aller Zeiten (hier im Bild mit seiner dritten Ehefrau Lilian de Carvalho) offiziell nicht mehr insolvent.
Im Laufe seiner 18-jährigen NFL-Karriere spielte Mark Brunell als Quarterback für fünf Football-Teams, darunter große Namen wie die New York Jets und New Orleans Saints. Mit den Saints gewann er 2010 den ersten Super-Bowl-Meistertitel dieser Mannschaft. Als sich Brunell 2011 aus dem Profigeschäft zurückzog, hatte er insgesamt 50 Millionen US-Dollar verdient bzw. heute 68,4 Millionen US-Dollar (59 Millionen Euro).
Mit so viel Geld im Rücken hätte Brunell eigentlich einen bequemen Ruhestand haben sollen. Im Jahr vor seinem NFL-Abschied ging allerdings geschäftlich einiges bei ihm schief.
Eine Reihe von Fehlinvestitionen, einschließlich Hamburger-Restaurants, die nicht liefen, führten dazu, dass er im Sommer 2011 mit Schulden in Höhe von 24,8 Millionen US-Dollar (heute 34,6 Millionen US-Dollar/30 Millionen Euro) pleite ging. 2021 kehrte Brunell als Quarterback-Trainer der Detroit Lions in den Sport zurück. Sein Vermögen soll heute um die 400.000 US-Dollar (340.000 Euro) betragen.
Laut dem US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ nannte Dennis Rodman 1998 ein Vermögen von 29 Millionen US-Dollar sein Eigen. Das wären heute inflationsbereinigt stolze 55,9 Millionen US-Dollar (48 Millionen Euro).
Der ehemalige Basketball-Star verdiente bei den Chicago Bulls allein in der Saison 1997 neun Millionen US-Dollar. Kaum vorstellbar, dass der für seine exzentrischen Auftritte bekannte Sportler nach seinem Rücktritt vom Basketball jemals Geldprobleme haben sollte …
2012 musste sich Rodman vor Gericht verantworten, da er 809.000 US-Dollar an Unterhaltszahlungen schuldete. Der Sportstar erklärte damals, dass er pleite, krank und nicht in der Lage zu zahlen sei.
Zur Aufbesserung der Kasse versuchte sich Rodman als Schauspieler und Wrestler und trat auch in mehreren Reality-TV-Shows auf. Sein Vermögen soll heute noch 500.000 US-Dollar (430.000 Euro) betragen.
Die Karriere des amerikanischen Football-Stars Warren Sapp war voller Höhepunkte. Insgesamt absolvierte der defensive Spieler 13 NFL-Saisons und 2002 gewann er mit den Tampa Bay Buccaneers den Super Bowl. Damit erwirtschaftete er sich ein Vermögen von 75 Millionen US-Dollar, was nach heutigem Geldwert 113 Millionen US-Dollar (97 Millionen Euro) entspricht.
Umso erstaunlicher, dass er 2012 – nur fünf Jahre nach seinem Rücktritt – seine Insolvenz anmelden musste. Angeblich hatte er zu diesem Zeitpunkt nur noch 826,04 US-Dollar auf dem Konto.
Sapp hatte bei Gott und der Welt Schulden, einschließlich des Finanzamts, seiner Ex-Frau, seinen Anwälten und seinen Freunden. Ironischerweise waren es gerade die teuren Vorlieben, die ihn in seine finanzielle Misere gestürzt hatten, die ihm letztendlich dabei halfen, seine Schulden zu begleichen. Der Ex-Footballer musste alles versteigern, was er besaß, einschließlich seiner Basketballschuhsammlung.
Heute ist er aus den roten Zahlen raus. Mit 500.000 US-Dollar (430.000 Euro) wird sein Vermögen heute aber nur noch auf einen Bruchteil seiner früheren Größe geschätzt.
2012 lag die Welt dem britischen Radsportler Bradley Wiggins nach einem sensationellen Goldgewinn im Zeitfahren der Männer bei den Olympischen Spielen in London noch zu Füßen. Im selben Jahr wurde er der erste Brite, der die Tour de France gewann.
Insgesamt erradelte sich Wiggins in seiner Karriere acht olympische Medaillen. Im Jahr 2017 zeigte der Kontostand ein geschätztes Nettovermögen von 13 Millionen Pfund, was inflationsbereinigt heute 16,8 Millionen Pfund (rund 19 Millionen Euro) wären.
Heute sieht das ganz anders aus. Higgins hat schon seit einigen Jahren finanzielle Probleme und musste sich im Juni 2024 schließlich für insolvent erklären.
In einem Podcast erzählte er, dass er aufgrund der undurchsichtigen Finanzstrukturen für die großen Verluste seiner Unternehmen selbst haften musste – davon habe der ehemalige Rad-Superstar aber nichts gewusst. Er bedauere zudem, sich während seiner Rennkarriere kaum um seine finanziellen Angelegenheiten gekümmert zu haben.
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