Manche schlagen schon beim Gedanken an den Hauskauf die Hände über dem Kopf zusammen. Für andere muss es anscheinend gleich eine ganze Siedlung sein. Von einem Traditionsdorf in den Schweizer Bergen bis hin zu einer Westernstadt in den USA – weltweit stehen eine ganze Reihe von größeren und kleineren Ortschaften zum Verkauf.
Begleiten Sie uns hier auf einen virtuellen Rundgang durch diese ultimativen Immobilieninvestitionen – Ruinen inklusive.
Alle Preise in Fremdwährungen in Euro umgerechnet.
Adaptiert von Barbara Geier und Sophie Weissensteiner
Dieses rustikale Anwesen, das teils Bauernhof und teils verlassenes Dorf ist, liegt an der Spitze der Sierra de Grazalema im südspanischen Andalusien.
Mit 1,4 Hektar Land bietet dieses Anwesen, das über einen Feldweg erreicht wird, eine einmalige Gelegenheit für alle, die einen Rückzugsort in der Natur suchen.
Zu dem Grundstück gehört ein verlassenes Bauernhaus, das komplett renoviert werden muss. Das Haupthaus hat eine Fläche von 102 Quadratmetern und ist in zwei Etagen unterteilt.
Ein weiteres Gebäude bietet eine Fläche von 111 Quadratmetern und kann nach eigenen Bedürfnissen umgestaltet werden.
Das leerstehende Dorf ist an das Stromnetz angeschlossen und verfügt über einen Brunnen, was die Selbstversorgung erleichtert.
Außerdem umfasst das Grundstück mehrere Olivenbäume und weite Teile können landwirtschaftlich genutzt werden.
Das Highlight dürfte aber der Panoramablick über eine der malerischsten Regionen Spaniens sein. Das Anwesen wird über Inmobiliaria Grazalema für nur 290.000 Euro zum Verkauf angeboten und ist somit ein absolutes Schnäppchen.
Die hübsche Miniatursiedlung Ferești liegt im Kreis Maramureș im Nordwesten Rumäniens und wurde 2014 gebaut, um bedeutende und langsam aussterbende rumänische Traditionen am Leben zu erhalten.
Die Region scheint in der Zeit stehengeblieben zu sein und ist besonders für das malerische Iza-Tal und die Holzkirchen bekannt, von denen einige zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
Wer das Dörfchen auf Romania Sotheby's International Realty für nur 750.000 Euro erwirbt, bekommt neben den fünf sorgfältig restaurierten traditionellen Häusern zudem Lagerräumlichkeiten, einen Teich, eine Sauna, einen Whirlpool, einen Grillplatz und ein Baumhaus auf 2.400 Quadratmeter Land.
Sogar seine eigene Zipline ist mit inbegriffen – die perfekte Ausstattung also, um es sich weitab von allem gut gehen zu lassen.
Die kleinen Häuser sind über Steinpfade verbunden und versprühen ein traditionelles Flair. Einige haben geschwungene Dächer, winzige Veranden und Blumenkästen, andere ein Grasdach oder eine Fassade, die an Hobbit-Häuser erinnert. Die Gesamtinnenfläche der fünf Häuser beträgt nur knapp 700 Quadratmeter.
Dafür ist es richtig gemütlich, mit schönen Holzbalken, großen Kaminen, Ziegelsteinelementen, rustikalem Mobiliar und traditionellem Dekor. Insgesamt stehen im Dorf sechs Badezimmer und 14 Schlafzimmer mit 22 Betten zur Verfügung.
Als Nächstes bietet sich eine authentische amerikanische Westernstadt an. Der kleine Ort mit viel Geschichte wird zum ersten Mal seit über 40 Jahren auf RE/MAX angeboten und kostet gut 1,6 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 1,4 Millionen Euro).
Ganz gleich, ob Sie ein einzigartiges Urlaubsziel schaffen oder Ihr eigenes Unternehmen gründen wollen, diese Stadt wird Ihnen gefallen.
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Die zum Verkauf stehende Wild-West-Immobilie besteht im Wesentlichen aus einem Teil des „Old Town Square“ der ehemaligen Silber-Bergbaustadt Silverton am Fuß der San Juan Mountains in Colorado. Hier trafen sich früher die Bergleute abends auf ein Bier oder zwei.
Die Stadt war damals nur einen Häuserblock vom Depot der Durango & Silverton Narrow Gauge Eisenbahnlinie entfernt und zog somit viele hoffnungsvolle Arbeiter an.
Zur Blütezeit des Ortes gab es am „Old Town Square“ einen Saloon, ein Hotel, einen Gemischtwarenladen und vermutlich sogar ein Postamt und ein Gefängnis. Heute befinden sich in den gut erhaltenen, historischen Gebäuden kunsthandwerkliche Geschäfte.
Der Käufer bekommt zudem zwei Geschäftshäuser, drei gewerbliche Mietflächen und ein weiteres Gebäude, das derzeit als Lagerraum genutzt wird. Drei der Gebäude standen ursprünglich in der rund 30 Minuten entfernten Bergbau-Geisterstadt Eureka und wurden von dort nach Silverton versetzt.
Zu den Highlights der Ortschaft aus den Zeiten des Wilden Westens gehören neben diesem schön altmodischen Fotostudio auch ein Gerichtsgebäude aus dem Jahr 1875 sowie eine Waschrinne, in der Touristen nach Gold und Edelsteinen suchen können.
Über einem Geschenkeladen steht zudem ein Apartment zur Verfügung, das derzeit als Ferienwohnung angeboten wird, aber leicht in ein Zuhause für den neuen Besitzer verwandelt werden könnte. Es wurde 2005 gebaut.
Ein kleines, privates Dorf im Verzascatal, unweit von Locarno, scheint der perfekte Rückzugsort zu sein – und es steht zum Verkauf! Es liegt idyllisch an einem grünen Berghang und bietet so einen grandiosen Blick auf den Verzasca und die Umgebung.
Auf der Schweizer Immobilienseite Homegate ist derzeit die ganze Siedlung zu haben – der Angebotspreis liegt bei 3,95 Millionen Franken, was etwa 4,2 Millionen Euro entspricht.
Das traditionelle Tessiner Dorf wurde 2014 vollständig restauriert und umfasst mehr als 5,3 Hektar Land sowie sieben sanierte Steinhäuser.
Vermarktet wird es als sicheres Refugium für moderne Selbstversorger – ein Ort, der autarkes Leben möglich macht. Das Anwesen verfügt über einen eigenen Weinberg, Obstgärten und landwirtschaftliche Flächen, um Lebensmittel selbst anzubauen. Sogar ein Pool trägt zur effizienten Wasserwirtschaft bei.
In den sieben Häusern finden sich insgesamt zwölf Schlafzimmer, die moderne Ausstattung mit traditionellem Charme verbinden. Sofort ins Auge springen die offenen Kamine und rustikalen Holzdecken mit freiliegenden Balken.
Die Schlafzimmer befinden sich – ganz klassisch – unter dem Holzgiebeldach. Die meisten davon sind mit einem Balkon ausgestattet, von dem man die unberührte Natur ringsherum bewundern kann.
Dass dieses Rustico mehr als nur ein Zuhause ist, zeigt sich auch an der geweihten Kapelle, die sich auf dem Grundstück befindet. Säulen im Stil der griechischen Antike und kunstvolle Wandmalereien mit religiösen Motiven schmücken das Innere. Hinzu kommt ein großer Steinkeller, der ideale Platz, um Vorräte zu lagern.
Ein Stück unterhalb des abgeschiedenen Dorfs befindet sich ein privater Parkplatz für bis zu fünf Fahrzeuge. Von dort aus gelangt man mühelos mit einer ebenfalls privaten Standseilbahn zur Straße – mühsame Auf- und Abstiege bleiben so erspart.
Die für 6 Millionen US-Dollar (rund 5,3 Millionen Euro) von Pouliot Real Estate angebotene Siedlung Tut Hill gehört zur Stadt Pittston im US-Bundesstaat Maine. Der malerische Ort liegt auf einem rund 16 Hektar großen Areal und umfasst 25 Gebäude und Anlagen, hinter denen der ortsansässige Antiquitätenhändler Kenneth Tuttle steht.
Tuttle hatte es sich in den Kopf gesetzt, ein Antiquitätendorf zu errichten. 1967 kaufte er das heutige Haupthaus von Tut Hill und gestaltete um diesen Kern eine Siedlung, indem er historische, vom Abriss bedrohte Gebäude aus anderen Städten rettete.
Zu den Gebäuden aus dem 19. und 20. Jahrhundert gehören ein Ausstellungsraum für über 30 Autos sowie zahlreiche Scheunen.
Neben einem Teich, Apfelbäumen und viel Grün gibt es in dem Dorf insgesamt neun Wohnhäuser, darunter fünf Einfamilienhäuser, drei Wohnungen und ein Gästehaus. Die meisten dieser Häuser sind derzeit vermietet, sodass der neue Eigentümer regelmäßige Mieteinnahmen mitkauft.
Aber das ist noch längst nicht alles: Tut Hill bietet zudem einen historischen Antiquitätenladen, einen Kirchenversammlungssaal von 1825, zwei Geschäfte und eine Autowerkstatt.
Dieses abgelegene Anwesen ist als Fisher Creek Ranch bekannt und liegt in den Ausläufern der kanadischen Rocky Mountains. Die Tore des 194 Hektar großen Anwesens sind nur eine Autostunde von Calgary und dem internationalen Flughafen entfernt.
Das Anwesen ist gut mit dem Auto zu erreichen, kann aber auch angeflogen werden, da es über einen eigenen Hubschrauberlandeplatz verfügt.
Auf dem Grundstück befinden sich verschiedene Gebäude, darunter ein Haupthaus und mehrere Gästehäuser mit insgesamt fünf Schlafzimmern und zehn Bädern.
Das weitläufige Grundstück bietet zudem reichlich Platz für den Bau zusätzlicher Gebäude, sollte Bedarf bestehen. Auch luxuriöse Reitsportanlagen sind im Preis inkludiert.
Die Ranch wurde ursprünglich als luxuriöser Erholungsort in der kanadischen Wildnis konzipiert. Zu erhalten ist das Anwesen bei Engel & Völkers Calgary für 14,9 Millionen kanadische Dollar (ca. 9,6 Millionen Euro).
Für all diejenigen, die schon immer eine Privatinsel besitzen wollten: Die Insel Santa Maria liegt zwischen Trapani und Marsala vor Sizilien und sucht derzeit einen neuen Eigentümer.
Die Insel, die über Vladi Private Islands für 17 Millionen Euro angeboten wird, ist 11,5 Hektar groß und kann von Birgi in Marsala aus mit einem kleinen Motorboot in weniger als 20 Minuten erreicht werden. Sie können auch mit einem Wasserflugzeug einfliegen.
Die Insel beherbergt ein 460 Quadratmeter großes Herrenhaus im Stil der Belle Époque sowie eine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert.
Auf der Insel gibt es auch ein Wärterhaus und einen Unterschlupf für Tiere, die von Palmen, Seekiefern, verschiedenen Pflanzen und einem Olivenhain umgeben sind.
Im Jahr 2016 wurden hier 1.500 Liter Olivenöl produziert, sodass der Käufer die Möglichkeit hat, zusätzliches Einkommen zu generieren.
Alles, was auf der Insel angebaut wird, ist zu 100 Prozent biologisch und profitiert von der Ruhe der archäologischen Zone.
Darüber hinaus kann der neue Eigentümer seinen eigenen Strom erzeugen und Regenwasser auffangen und wiederverwenden – diese Insel ist also sowohl autark als auch umweltfreundlich.
Die Mellonsfolly Ranch liegt in der neuseeländischen Region Manawatū-Whanganui auf 9,9 Hektar, die zum Großteil aus unberührtem Buschland bestehen.
Sie wurde 2006 für rund sechs Millionen US-Dollar von dem Cowboy-begeisterten Geschäftsmann John Bedogni erbaut. Inflationsbereinigt würde das heute rund 8,7 Millionen Euro entsprechen.
Bedogni wollte eine Siedlung nachbauen, wie es sie im amerikanischen Wyoming während der 1860er-Jahre gab. Nach der Fertigstellung nutzte er die Ranch als privaten Rückzugsort für Familie und Freunde. 2012 wurde sie Bedogni dann von einem Freund, dem Autoteilemagnat Rob Bartley, für eine unbekannte Summe abgekauft.
Bartley funktionierte das Anwesen zu einem Boutique-Hotel um, in dem auch Hochzeiten und Veranstaltungen stattfanden. Für knapp 5.000 Euro die Nacht konnte man die gesamte Anlage mieten.
Heute umfasst die Stadtattrappe zehn Gebäude, darunter ein Saloon mit Schanklizenz, ein Gerichtsgebäude, das auch als Kino dient, ein Polizeibüro, ein Gemischtwarenladen, ein Hotel und eine Billardhalle.
Jedes Gebäude wurde mit viel Liebe zum Detail gebaut und sorgfältig instand gehalten. Davon zeugen auch die authentischen Ausstattungsgegenstände, darunter Kutschen, Kanonen, Tontaubenschießanlagen und Tipis.
Insgesamt kommen hier 27 Gäste unter. Hinzu kommen eine Großküche und eine Wäscherei, sodass die Ranch problemlos als Themenhotel genutzt werden könnte. Ein separates Haus mit drei Schlafzimmern würde sich als Hauptwohnsitz für den neuen Eigentümer anbieten.
Die Stadt steht derzeit bei der Bayleys Realty Group zum Verkauf. Und das Beste: Der Preis ist verhandelbar!
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