Es gibt es wohl kaum einen besseren Ort, um Naturkatastrophen, Pandemien oder Kriege auszusitzen, als einen Luxusbunker. Das dachten sich offenbar zumindest die Architekten von „Vivos Europa One“, einem außergewöhnlichen Versteck für Megareiche in der ostdeutschen Provinz.
Vergessen Sie Hochbetten und beengende, düstere Räume – in diesem unterirdischen Unterschlupf gibt es ein Kino, eine Unterwasserwelt und sogar einen Swimmingpool. Begleiten Sie uns hier auf einen Rundgang in Bildern ...
Adaptiert von Sandra Schröpfer
Mitten im thüringischen Rothenstein versteckt sich ein Fünf-Sterne-Überlebensbunker, der extra für Superreiche konzipiert wurde. Eine Wohnung in dem angeblich größten und sichersten Bunker der Welt kostet rund zwei Millionen Euro, es gibt aber auch halbprivate Suiten, die ab 35.000 Euro pro Person erhältlich sind. Im Preis enthalten ist jeweils lediglich der Rohbau, für die Luxusausstattung kommen weitere Kosten hinzu.
Der Unterschlupf befindet sich unter diesem 120 Meter hohen Felsen, den die Sowjets während des Kalten Krieges aushöhlten, um militärische Ausrüstung und Munition zu lagern. Nach dem Umbau kann der Bunker dem Betreiber zufolge heute so gut wie jeder Katastrophe standhalten, vom Flugzeugabsturz über Hochwasser bis hin zum Atomangriff.
Wie aber kommt man zum Bunker? Die Vivos-Mitglieder reisen je nach Wunsch mit dem Auto oder dem Privatflugzeug an, allerdings ging das nur bis zur Sperrung der nahe gelegenen Flughäfen. Von dort holt ein Hubschrauber die Bewohner ab und bringt sie sicher und unter absoluter Geheimhaltung zum Gelände.
Die Fahrt vom Eingang zur Luxusunterkunft des Bunkers dauert allerdings ein wenig. Es gibt drei Haupteingänge, die durch unterirdische Tunnel miteinander verbunden sind. Sie alle sind durch eine Außentür sowie durch eine weitere innere Stahltür gesichert. So können Chemikalien und gefährliche Viren nicht so leicht eindringen.
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Doch der Bunker besteht nicht nur aus Tunneln und Luxuszimmern wie auf einer Megayacht: Dieser majestätische Saal ist wie eine mittelalterliche Kirche gehalten – ein stimmungsvoller Ort, um zum Beispiel eine Partie Schach zu spielen.
Das Ende der Welt ist vermutlich stressig genug, weshalb es in dem Luxusbunker zahlreiche Räume gibt, in denen man alles um sich herum vergessen kann. Dieses Schlafzimmer soll die Superreichen in eine Unterwasserwelt versetzen, bei deren Anblick Entspannung garantiert sein dürfte.
Wer für eine längere Zeit in Isolation lebt, für den sind vertraute Rituale und geregelte Alltagsabläufe umso wichtiger. Die Familie zum Essen zusammenzubringen, ist an diesem schicken runden Tisch sicherlich nicht schwer. Wer würde nicht gerne in den bequemen Ledersesseln Platz nehmen?
Für den Fall, dass es eines Tages wieder sicher ist, sich an die Erdoberfläche zu wagen, gibt es Pläne für Gartenanlagen, Felder und Fischerei. Die Bunkerbewohner sollen sich selbst versorgen können. Ein oberirdisches Kraftwerk wird dann zusätzlich zu den unterirdischen Generatoren Strom liefern.
Ein so hohes Maß an Schutz vor Katastrophen und Komfort hat natürlich seinen Preis. Wer in dem Luxusbunker wohnen will, muss laut Berichten nicht nur für seine eigene Wohnausstattung sorgen, sondern auch für die laufenden Kosten aufkommen. Dazu zählen etwa die Instandhaltung und Betriebsführung, Versicherungen und Steuern sowie das Anlegen von eigenen Vorräten.
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